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WWF Jugend Tigerbotschafterin Julia

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WWF Jugend Tigerbotschafterin Julia


Seite: 12»
In WWF Jugends Notizblog gibt es 13 Einträge.
  • Oct
    01 17:06

    Heute war unser großer Tag. Der Tiger-Day!

    Aufgeregt sind wir gestern alle schlafen gegangen, um heute Morgen noch aufgeregter und höchstgespannt aufzuwachen. Vor lauter Aufregung habe ich sogar das Frühstück verpasst, was mir sonst wohl niemals passieren würde.
    Um 12.00 Uhr ging der Marsch dann los. Gemeinsam mit etwa 2500 Menschen sind wir in einem Umzug gelaufen - der absolute Wahnsinn. Es ist so schön zu sehen, wie viele Menschen sich hier, in Wladiwostok, für den Tiger engagieren und dass sogar Kinder im Alter von etwa 8 Jahren riesige Plakate malen und Tiger basteln. Ich war so erstaunt, dass man sich auf so viele verschiedene Arten und Weisen als Tiger verkleiden kann. Es war faszinierend und zugleich auch schön. Außerdem habe ich ein Interview für die nationale Nachrichtensendung „Westi“ gegeben. Gerade weil ich weiß wie bekannt dieser Sender ist, freue ich mich umso mehr darüber, dass ich die Möglichkeit hatte dort über unsere Expedition und unsere Ziele zu sprechen. Nachdem wir auf dem zentralen Platz angekommen waren, sind wir zum Zelt des WWF gegangen und haben von dort aus das Geschehen betrachtet. Steffen hat einige Interviews gegeben, bis wir schließlich alle auf die Bühne gegangen sind. Dort hat er gemeinsam mit Johannes, welcher per Zufall dazu auserwählt wurde, über unsere Expedition geredet.
    Gegen 15.00 Uhr sind wir dann zurück zum Hotel gegangen, die Jungs sind alle in das WWF Büro gelaufen, um dort ihre Berichte zu schreiben und hochzuladen. Während Franka und ich die verbliebene Zeit nutzten, um uns Wladiwostoks schönste Ecken anzuschauen.
    Abends waren wir noch alle gemeinsam Essen und nun verabschieden wir uns noch von Kolja – dann haben wir uns von allen russischen Gruppenmitgliedern, welche uns innerhalb der kurzen Zeit richtig ans Herz gewachsen sind, verabschiedet.
    In diesem Sinne, verabschiede ich mich nun wohl auch zum letzten Mal von euch, leider. Es war wirklich eine super Zeit in Russland – eine der wohl Schönsten meines Lebens.
    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    27 11:10

    25.09.2010

    Nachdem uns der nette Zugbegleiter bereits um 04.00 Uhr weckte, da er den fremden Mann in unserem Abteil an sein Aussteigen an der nächsten Station erinnerte, wurden wir nochmals gegen 05.30 Uhr geweckt. Eine Stunde später kamen wir dann in Wladiwostok an. Sergej hat uns abgeholt und zum Hotel gebracht. Dort haben dann einige noch ihre Berichte geschrieben, geschlafen, geduscht und gefrühstückt.
    Bis wir uns schließlich gegen 11.00 Uhr getroffen haben, um eine Anti-Wilderer-Brigade zu begleiten. Das war richtig aufregend und ein fantastisches Erlebnis, gerade für mich, da ich vorne sitzen durfte und somit alles noch einen Tick näher miterleben durfte. Der Ranger hat hierbei die Autos, welche sich in diesem Gebiet befanden angehalten und die Fahrer befragt, ob sie hier zur Jagd seien, ein Gewehr mit dazugehöriger Lizenz hätten etc. Passiert ist jedoch nichts – alle Autos waren legal in diesem Gebiet unterwegs gewesen. Dennoch eine spannende und interessante Erfahrung!
    Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder hier im Primorje Hotel an und verbrachten die Zeit bis zum Abendessen mit dem Kaufen von Souveniren etc.

    Jetzt sind wir alle super aufgeregt auf morgen, denn morgen ist er – DER TIGER-DAY!!!=)
    Also wünscht uns Glück und viel Erfolg,

    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    24 13:18

    23.09.2010

    Nach unserer gestrigen nächtlichen Wanderung haben wir heute zum ersten Mal so richtig ausschlafen können. Daher begann der heutige Tag für uns erst gegen 10.30 Uhr.
    Die Nachtwanderung fing gestern 23.30 Uhr an. Ausgestattet mit Stirnlampen und Kleidung im Zwiebelschichtsystem machten wir uns los, blieben aber bereits nach 10 Minuten an einem Hochsitz stehen. Hier warteten wir, während der Udege Jakob hochgestiegen ist und mit einer Art Vuvuzela die Laute eines Rothirsches imitiert hat. Daraufhin warteten wir gespannt auf die Antwort eines eben solchen, welcher sich jedoch echt Zeit ließ – denn uns war kalt, aber sowas von kalt;) Nach etwa 30 Minuten und mehrmaligen Rufen hörten wir plötzlich einen Laut. Wir waren fast erschrocken, weil wir so konzentriert auf eben dieses eine Geräusch gewartet hatten, dass wir schon gar nicht mehr damit rechneten. Die Freude war wirklich groß, sodass wir noch eine Stunde lang auf ein Weiteres lauschten, welches aber nicht kam. Nachdem wir alle die „Vuvuzela“ selbst testeten, machten wir uns auf den Rückweg und schliefen super in unseren Schlafsäcken ein.
    Gestärkt haben wir uns heute Morgen bei einer Ucha, einer Fischsuppe, und schwarzem Tee. Unsere Boote wurden beladen und wir fuhren bis zum späten Nachmittag auf dem Bikinfluss bis zum Dorf Krasnojar. Die Fahrt war ähnlich der Hinfahrt richtig aufregend und faszinierend.
    Hier angekommen, besichtigten wir ein erst kürzlich erbautes Museum über die Udegische Kultur sowie deren Tradition. Es war äußerst informativ, da wir nun vieles über die Udegische Geschichte, deren Kleidung und ihren Lebensstil wissen.
    Danach besuchten wir eine Naturschutzgruppe in der hiesigen Schule. Die Mitglieder sind im Alter von 10 - 13 Jahren und engagieren sich in ihrer Freizeit für die Natur, u.a. in ihrer Schul-AG und im Sommer bei Ferienlagern.
    Hier im Gästehaus angekommen, waren Franka und ich in der Banja, um danach im eiskalten See baden zu gehen. Momentan sitzen wir seit mittlerweile schon über 3 Stunden mit zwei udegischen Jugendlichen zusammen und unterhalten uns über unsere Ansichten zu Udegen, Natur, Umwelt- und Tierschutz.
    Schönen Tag euch noch,
    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    22 17:58

    22.09.2010

    Unsere erste Nacht in der Holzhütte, welche vom WWF extra für die Udegen errichtet wurde, war abgesehen von der Eiseskälte und der Härte der Holzpritsche unter mir super. Man beachte: ich habe mit Funktionsunterwäsche, T-Shirt, Jogginganzug und Pullover geschlafen. Der Grund war allerdings, wie mir der von uns liebevoll genannte Russe Iwan „Obelix“ (Ja, er sieht echt genauso aus! – Man tritt ihm aber mit gewaltigem Respekt entgegen, da zumindest ich sobald er in meiner Nähe ist eine Riesenangst vor ihm habe) nannte, mein viel zu dünner Schlafsacke – man bedenke, dieser ist für -20 Grad Celsius geeignet. Die russischen Schlafsäcke haben allerdings Christoph, Johannes und Flo gekriegt.
    Gegen 08.00 Uhr wurde ich dann von den Jungs geweckt, die sich zum Angeln gemacht habe – ich bin hiervon ferngeblieben, weil die Männer der Ansicht waren, den Frauen die Angeln nicht geben zu können, da diese sie kaputt machen würden. Also habe ich die Zeit mit Lernen verbracht, denn die Schule geht ja trotz Tigerbotschafter-Dasein weiter. Nachdem die Truppe wieder zurück war (Bericht über das Fischen auf www.wwf-jugend.de) haben wir zu Mittag gegessen und nach einer kurzen Pause ist der Rest wandern gegangen während ich meinen Lerntag fortgeführt habe.
    Jetzt warten wir noch bis 23.00 Uhr und machen uns dann auf in den Wald zu einer nächtlichen Wanderung. Von den garantiert spannenden Erlebnissen berichte ich euch morgen!
    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    21 14:49

    21.09.2010

    Nach einer erstaunlich guten Nacht in unserer kleinen ‚gemütlichen‘ Baracke, sind wir eine Stunde verspätet in den Tag gestartet. Denn irgendwie hat niemand seinen Wecker benutzt, weil alle dachten genügend Mitschlafende zu haben, die ihren doch sowieso angemacht hätten;)
    Nachdem dann alles wasser- und regensicher verpackt war und wir uns von unserem freundlichen Gastgeber, einem 64-jährigen Mann, der uns die Wünsche von den Lippen abzulesen versuchte, machten wir uns auf den Weg zu unseren drei Booten. Jedes Boot wurde von zwei russischen Männern gelenkt, hiervon waren einige vom WWF, Andere - Jäger oder Udegen. Die Fahrt war atemberaubend spannend, aufregend und schön. Denn drei Stunden durch unbewohnte Gebiete des russischen Fernen Ostens zu fahren, bis man schließlich an einem Ort ankommt, von welchem der nächste Supermarkt 140 km entfernt ist, ist einfach nur der absolute Wahnsinn und irgendwie auch ein wenig unrealistisch.
    Hier angekommen, habe ich sofort meine durch die halbe Welt gereisten schweren Gummistiefel getestet, da ich dann aber eine scheinbar wohl doch zu schwere Kiste getragen hatte und beim Verlieren des Gleichgewichts schnelle Schritte gemacht habe, nützten mir eben diese leider herzlich wenig – schon war ich nass und habe gleich Ärger von Jakob, einem der Udegen – übrigens der größere Bruder von Iwan (Interview mit ihm auf www.wwf-jugend.de), bekommen, der mir dies bereits vorhergesagt hatte.
    Nach unserer selbstgekochten Kartoffelsuppe ging es dann für eine Wanderung in den Wald. Einige gesammelte Koreanische Kiefernzapfen später, hörten wir plötzlich ein lautes Brummen. Iwan war auch erst einmal verdutzt und überlegte zu wem dieses Geräusch wohl gehören könnte, es variierte von Tiger (JA, TIGER!!) bis hin zu einem Baum. Letzten Endes war er sich dann ziemlich sicher, dass wir einen Tiger gehört hatten. Somit machten wir uns dann gen Geräuschursprung. Dieses hörte aber urplötzlich wieder auf und auch nachdem wir noch 20 Minuten später lauschten, war nichts zu hören. Also sind wir zu unserem ursprünglichen Weg zurückgekehrt und versuchten von dort aus, dass Geräusch erneut einzufangen – was uns leider nicht gelang. Aber spannend war es definitiv! Gerade weil Jakob, welcher an unserer Holzhütte zurückgeblieben war, uns erzählte dass er das Brummen eines Tigers kurz zuvor an unserer Toilette wahrgenommen hat. Das heißt, wir haben tatsächlich einen Tiger gehört und waren ihm ganz nah! Was mir, aber, ehrlich gesagt, auch ganz lieb ist – Tiger kann ich im Zoo nah genug sein;) Denn wie Sergej (Seine Tipps zum Verhalten bei einem Treffen mit Tigern nachzulesen auf www.wwf-jugend.de) bereits sagte, wenn ein Tiger einen töten möchte, hat man schon fast gar keine Chance mehr.
    Nach der ganzen Aufregung war eine Stärkung nötig – deshalb haben Franka und ich das Abendessen zubereitet, mit älteren udegischen Herren, welche neben uns saßen und Kommandos von sich gaben;)
    So, ich bin echt so richtig müde und erschöpft – in diesem Sinne: Schlaft gut,

    Eure Tigerbotschafterin Julia!

  • Sep
    20 15:31

    19.09 und 20.09.2010

    Privet c Bikina!
    Nach unserem gestrigen erholsamen Tag an dem wir uns Wladiwostok angeschaut haben und uns abends mit dem Zug „Okeana“ nach Chabarovsk bewegt haben, sind wir soeben in der Bikin-Region angekommen.
    Heute morgen noch 07.00 Uhr von der Zugbegleiterin geweckt wurden, haben wir daraufhin in einer Cafeteria gefrühstückt und die Stadt kurz erkundet. Dann wurden wir von zwei riesigen Trucks abgeholt, diese fuhren uns hierher. Gestoppt haben wir zweimal – einmal für einen Supermarkt und zum Tanken. Ansonsten sind wir bei lauter Technomusik, die unseren Fahrer scheinbar total erheiterte, durch die schönen Wälder des russischen Fernen Osten gefahren. Bis wir an einer Rehabilitationsanlage für Tiere ankamen. Dort haben wir zu Mittag gegessen und sind dann bei strömenden Regen ab zum Tigergehege, in welchem übrigens auch der Tierfilmer Andreas Kieling. Ich habe eben diesen natürlich erst einmal verpasst, weil ich bei den schönen Schwarzbären Fotos gemacht habe. Als wir uns dann aber um das Tigergehege herum bewegt haben, konnten wir ihn wieder alle sehen und jeder von uns hat gefühlte Tausend Fotos geschossen:) Es war spannend und irgendwie auch total cool, weil vermutlich wir alle einem Tiger noch nie so nah waren. Denn man hatte hier nicht wie in deutschen Zoos Glasscheiben, sondern ein ganz einfaches Gitter, durch welches man problemlos seine Hand durchstecken konnte. Bei dem Tiger handelt es sich um ein 18-jähriges Männchen, von ungefähr 140 kg, was für einen Amurtiger nicht sonderlich viel ist. Für mich war er trotzdem riesig.
    Nach nun anschließender zweistündiger Fahrt sind wir gegen 18.00 Uhr am Bikinfluss angekommen. Dort wollten wir eigentlich sofort in unsere Boote steigen, hatten ja sogar schon das Gepäck herausgestellt. Das hatte sich dann aber schnell erledigt, weil man uns sagte, dass es viel zu spät sei, die Dämmerung bald einbreche, kurz: wir sind zurück und verbringen nun die Nacht in einer alten Baracke. Das wird allein aufgrund der millionenfach vorhandenen Mücken eine spannende Geschichte;)


    Schönen Abend bzw. Tag euch,

    Eure Tigerbotschafterin Julia


    P.S.: Ich warte noch immer auf Fragen von euch:) !

  • Sep
    20 10:27

    18.09.10

    Nach einem super Frühstück im Hotel sind wir gegen 10.00 Uhr in das Büro des WWF in Wladiwostok gelaufen. Dort haben wir die russische Gruppe getroffen. Die Mitarbeiterin Julia Fomenko hat uns kurz das Büro gezeigt und daraufhin Tatjana Aramileva, die Chefin der staatlich anerkannten Jagdbehörde der Primorskij Region vorgestellt. Diese hat dann von ihrer Arbeit berichtet. Sie ist die erste Frau, welche eine solch hohe Stellung in diesen Kreisen in Russland hat.
    Daraufhin sind wir zu einer Zollakademie, in welchen Jugendlichen bzw. Erwachsenen gelernt wird wie man mit Schmuggelware umgeht etc. Dort wurden uns viele Exponate gezeigt, u.a. Tiger- und Leopardenfelle sowie Medikamente aus vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen.
    Im Büro haben wir noch zwei Vorträge von Sergej gehört und einen über die Wälder Russlands. Höchstspannend!
    Bei Fragen oder Anregungen meldet euch einfach bei mir, ich freue mich!
    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    17 17:07

    17.09.2010

    Nachdem mir heute früh um 03.00 Uhr beim zu Bett gehen schon klar war, dass ich mich sehr schwer mit dem Aufstehen tun werde, habe ich mir drei Weckrufe gestellt. Das Klingeln habe ich dann allerdings morgens einfach nicht wahrgenommen und es geschickt ausgeschalten;) Somit war der heutige Tag der an dem ich am längsten in meiner ganzen Zeit, hier in Russland, geschlafen habe. Da ich 10 Minuten vor Frühstücksende geweckt wurde und wir danach auch gleich ab in den Wald sind. Dort sind wir einen richtig steilen Berg hoch, an dem ich meine körperlichen Grenzen echt erreicht habe. Zum Glück hatten wir dann auch schon den Gipfel erreicht. Super war, dass wir richtig viele Ratschläge von Sergej erhalten habe, u.a. wie man in einem Wald auf längere Dauer überlebt oder was man beim Pilze sammeln alles beachten muss.
    Nach dem Mittagessen ging es dann mit Regencapes einen weiteren Berg hinauf, gemeinsam mit einem Anti-Wilderer, welcher uns von seinen Erfahrungen berichtete. Besonders interessant war hier für mich, dass er sich bisher noch nie in direkter Gefahr befand. Da die Wilderer wohl sehr selten auf Jemanden schießen würden, sondern wenn dann schon eher in die Luft.
    Gegen 17.00 Uhr haben wir uns dann auf eine dreistündige Fahrt nach Wladiwostok vorbereitet, also Taschen gepackt etc. Nun ist es auch schon wieder 01.30 Uhr nachts und ich schreibe noch immer meinen Bericht, also höre ich nun auf;)
    Viele liebe Grüße,
    Eure Tigerbotschafterin Julia

  • Sep
    17 17:04

    16.09.2010

    Pünktlich 15 Minuten zu spät machten wir uns 09.15 Uhr auf den Weg nach Barabasch. Dort angekommen, pflanzten wir mit russischen 7. - 9. Klasse Schülern kleine Koreanische Kiefern in einem Waldkorridor. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern war informativ und wichtig. Denn gerade bei Waldbränden haben kleine Pflanzen keine Chance, somit konnten wir dem Wald aber eine neue Chance geben.
    Danach sind wir weiter in das „Land of Leopard“ vorgedrungen, genauer gesagt in das Zentrum, einem komfortablen Holzhaus. Dort wurde uns gezeigt wie man Brände richtig löscht. Was wir danach auch taten. Super Sache!
    Gegen 18.00 Uhr waren wir noch im Japanischen Meer schwimmen. Nun schreiben wir noch Texte und singen am Lagerfeuer Lieder.

  • Sep
    15 15:23

    15.09.2010

    Nachdem wir die ganze Nacht mit dem Schreiben und Hochladen von Berichten zugebracht hatten, fiel uns das Aufstehen heute Morgen nach nur 4 Stunden Schlaf richtig schwer. Auf dem Weg zum Frühstück bin ich dann Johannes begegnet, welcher wie ich länger geschlafen hatte, um noch die letzten 10 Minuten des Frühstücks zu nutzen. Im Speisesaal angekommen, fanden wir allerdings nur einen leeren Tisch sowie leere Bänke vor. Verdutzt haben wir daraufhin die Köchin gefragt, weshalb der Tisch denn schon abgedeckt sei. Diese erwiderte uns lachend, dass noch gar keiner da gewesen wäre. Es schien als wollten alle ein Stündchen länger schlafen. Dem war auch so. So füllte sich der Raum daraufhin mit müden Gesichtern. Nach einer Pilzsuppe wahlweise auch Milchsuppe und Piroggen starteten wir gestärkt in den Tag.
    Verteilt auf drei Wagen fuhren wir in den Wald, welcher zum Hunting Estate von Orlinoje gehört. Wie ihr euch vermutlich mittlerweile denken könnt, war die Fahrt auch dieses Mal äußerst holprig. Hin und wieder waren wir dem Umkippen des Fahrzeugs mehr als nur nah. Wobei ich in diesem Sinne auch einmal ein Lob an unsere russischen Fahrer aussprechen muss, denn diese fahren trotz der widrigen Bedingungen echt super. Ein Deutscher wäre hier schon längst aufgeschmissen gewesen.
    Im Wald wurde uns dann gezeigt wie man Mineralien in die Erde gibt, von welchen sich die Tiere ernähren können. Kurz darauf erschien eine Reihe von Journalisten mit Kameras, Mikrofonen und Diktiergeräten. Der Anblick dieser „Horde“ war ein wenig furchteinflößend, gerade weil wir in einem den Meisten fremden Land sind und man nicht so recht weiß wie man sich am Besten vor der Kamera verhalten sollte. Diese kamen u.a. von den Sendern: „NTW“, „Swjesda“, „PTR“ und der Zeitung „Rossiskaja Gasjeta“. Sie filmten uns während wir eine eben solche Mineralsalzstelle ausgruben und bestückten. Kurz darauf kam es zu einem Interview mit Franka und mir, hierbei beantwortete Franka die Fragen der Reporter auf Englisch und ich auf Russisch. Später wurde mir gesagt, dass ich wohl einen französischen Akzent hätte, was ich lustig finde, da ich nicht einmal im Geringsten Französisch sprechen kann. Auf dem Rückweg zum Hunting Estate wurden wir noch beim Abnehmen unserer Fotofallen gefilmt. Hierbei gaben Christoph, Johannes und die russische Gruppe ein Interview. Die Fotos hiervon werden wir im Übrigen morgen auswerten!
    Nach dem Mittagessen hatten wir eine kurze Pause zum Hochladen weiterer Berichte und dann ging es auch schon ab zum Tierpark. Hierbei handelte es sich um ein Freilaufgehege, in dem wir auf Sika- und Rothirsche, Dachse, ein Moschustier, ein Wildschwein, einen Fuchs und einen Maderhund trafen. Mein persönliches Highlight waren allerdings die kleinen Schwarzbären, welche ganz oben auf den Bäumen saßen und danach total süß heruntergeklettert sind, um an ihren heruntergeworfenen Blättern zu knabbern.
    Zum Abendbrot gab es dann mein Lieblingsessen: Pelmeni. Absolut empfehlenswert!
    Nachdem ich jetzt gleich gemeinsam mit Denys Untertitel für ein Video geben werde, werde ich duschen und in mein Bett fallen.


    Viele liebe Grüße und bis morgen,

    Eure Tigerbotschafterin Julia