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Studentenverzeichnis / studiVZ

15.09.2010

  • Sep
    15 15:23

    15.09.2010

    Nachdem wir die ganze Nacht mit dem Schreiben und Hochladen von Berichten zugebracht hatten, fiel uns das Aufstehen heute Morgen nach nur 4 Stunden Schlaf richtig schwer. Auf dem Weg zum Frühstück bin ich dann Johannes begegnet, welcher wie ich länger geschlafen hatte, um noch die letzten 10 Minuten des Frühstücks zu nutzen. Im Speisesaal angekommen, fanden wir allerdings nur einen leeren Tisch sowie leere Bänke vor. Verdutzt haben wir daraufhin die Köchin gefragt, weshalb der Tisch denn schon abgedeckt sei. Diese erwiderte uns lachend, dass noch gar keiner da gewesen wäre. Es schien als wollten alle ein Stündchen länger schlafen. Dem war auch so. So füllte sich der Raum daraufhin mit müden Gesichtern. Nach einer Pilzsuppe wahlweise auch Milchsuppe und Piroggen starteten wir gestärkt in den Tag.
    Verteilt auf drei Wagen fuhren wir in den Wald, welcher zum Hunting Estate von Orlinoje gehört. Wie ihr euch vermutlich mittlerweile denken könnt, war die Fahrt auch dieses Mal äußerst holprig. Hin und wieder waren wir dem Umkippen des Fahrzeugs mehr als nur nah. Wobei ich in diesem Sinne auch einmal ein Lob an unsere russischen Fahrer aussprechen muss, denn diese fahren trotz der widrigen Bedingungen echt super. Ein Deutscher wäre hier schon längst aufgeschmissen gewesen.
    Im Wald wurde uns dann gezeigt wie man Mineralien in die Erde gibt, von welchen sich die Tiere ernähren können. Kurz darauf erschien eine Reihe von Journalisten mit Kameras, Mikrofonen und Diktiergeräten. Der Anblick dieser „Horde“ war ein wenig furchteinflößend, gerade weil wir in einem den Meisten fremden Land sind und man nicht so recht weiß wie man sich am Besten vor der Kamera verhalten sollte. Diese kamen u.a. von den Sendern: „NTW“, „Swjesda“, „PTR“ und der Zeitung „Rossiskaja Gasjeta“. Sie filmten uns während wir eine eben solche Mineralsalzstelle ausgruben und bestückten. Kurz darauf kam es zu einem Interview mit Franka und mir, hierbei beantwortete Franka die Fragen der Reporter auf Englisch und ich auf Russisch. Später wurde mir gesagt, dass ich wohl einen französischen Akzent hätte, was ich lustig finde, da ich nicht einmal im Geringsten Französisch sprechen kann. Auf dem Rückweg zum Hunting Estate wurden wir noch beim Abnehmen unserer Fotofallen gefilmt. Hierbei gaben Christoph, Johannes und die russische Gruppe ein Interview. Die Fotos hiervon werden wir im Übrigen morgen auswerten!
    Nach dem Mittagessen hatten wir eine kurze Pause zum Hochladen weiterer Berichte und dann ging es auch schon ab zum Tierpark. Hierbei handelte es sich um ein Freilaufgehege, in dem wir auf Sika- und Rothirsche, Dachse, ein Moschustier, ein Wildschwein, einen Fuchs und einen Maderhund trafen. Mein persönliches Highlight waren allerdings die kleinen Schwarzbären, welche ganz oben auf den Bäumen saßen und danach total süß heruntergeklettert sind, um an ihren heruntergeworfenen Blättern zu knabbern.
    Zum Abendbrot gab es dann mein Lieblingsessen: Pelmeni. Absolut empfehlenswert!
    Nachdem ich jetzt gleich gemeinsam mit Denys Untertitel für ein Video geben werde, werde ich duschen und in mein Bett fallen.


    Viele liebe Grüße und bis morgen,

    Eure Tigerbotschafterin Julia