Die Enkelgeneration der Sudetendeutschen will Brücken bauen. Auf ihrem Jahrestag erheben nicht mehr nur jene die Stimme, die vertrieben worden sind und "den Tschechen" als Feind sehen. Doch auch die junge Generation hält an Begriffen fest, die schon lange aus dem Vokabular gestrichen sein sollten.
"Zerstückelt, zersplittert, zerrüttet": Die späte Vereinigung der bayerischen und der übrigen Nationalspieler beendet zwei Wochen vor der EM einen Zustand, für den Joachim Löw zuletzt schlimme Worte fand. Für den nun folgenden Vorbereitungsendspurt fordert Sami Khedira die Konzentration auf eine bessere Kompaktheit im DFB-Team.
Syrische Panzer, die ein Wohnviertel beschießen. Killerkommandos, die Kinder mit Äxten erschlagen haben sollen. Dazu UN-Blauhelme, die ohnmächtig zuschauen. Dass Sondervermittler Annan drei Tage nach dem Massaker von Haula zu Gesprächen nach Damaskus gereist ist, verlängert nach Ansicht vieler Syrer nur das Leid. Denn selbst die Bilder der Leichen in weißen Tüchern werden die Weltgemeinschaft kaum zu Handeln zwingen.
Die 23 DFB-Auswahlspieler für die EM in Polen und der Ukraine stehen fest. Am Montag benannte Bundestrainer Joachim Löw die vier Spieler, die das Team knapp zwei Wochen vor dem Turnier noch verlassen müssen. Neben Cacau trifft es auch Julian Draxler und Sven Bender. Nach seinem schwachen Auftritt gegen die Schweiz muss zudem Marc-André ter Stegen abreisen.
"Dilma, leg' deinen Einspruch ein!", verlangte das Model Giselle Bündchen - und mit ihr Millionen weiterer Unterstützer. Brasiliens Präsidentin Roussef folgte dem Appell und blockierte Teile des umstrittenen Waldgesetzes, das große Zugeständnisse an die Agrarlobby macht. Doch für Umweltschützer greift das Veto viel zu kurz.
In lauen Sommernächten zieht das Partyvolk an das Münchner Isarufer. Zurück bleiben Scherben, Pizzakartons, Einweggrills und der Geruch von ranzigen Kneipen. Wie aus einem der schönsten Plätze der Stadt innerhalb weniger Stunden der hässlichste wird.
Joachim Gauck besucht das Heilige Land. Bereits im Vorfeld hat er das Richtige gesagt. Doch in Deutschland kippt die Stimmung gegen Israel. Denn die deutsche Bundesregierung herzt die falschen Politiker und deckt die falsche Politik der Regierung Nethanjahu. Der Bundespräsident könnte dem israelisch-deutschen Verhältnis anders dienen.
Die italienische Nationalmannschaft bildete bislang eine Insel der Saubermänner, zu der nur die Charakterbesten von Trainer Cesare Prandelli ein Visum bekamen. Dieses Image ist seit der Durchsuchung bei Nationalverteidiger Domenico Criscito beschädigt. Das Team will nicht mit dem Schatten des Verdachts zur EM nach Polen aufbrechen, ganz entziehen wird sie sich dem Skandal aber nicht können.
Vom Stiefvater grausam gequält, von Männern missbraucht, von Hunden gehetzt, Essen aus dem Schweinetrog - von den Nachbarn geduldet. Wenn es stimmt, was eine junge Deutsche acht Jahre in Bosnien erlebt hat, dann ist es die Geschichte eines Martyriums, wie man es sonst nur aus grausamen Märchen oder Horrorfilmen kennt.
Ein Mann tot, ein anderer kämpft um sein Leben. Bilanz eines ganz normalen Nachmitttags in Miami. Nur: Diesmal griff ein nackter Mann einen anderen an, verbiss sich in sein Gesicht - und verspeiste Teile davon. [mehr]
In der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist in einem Einkaufszentrum eine Bombe explodiert. Dutzende Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, mindestens ein Mensch kam ums Leben. Über die Ursache der Detonation gibt es unterschiedliche Angaben: Während der Premierminister von einem terroristischen Akt spricht, stellt der Polizeichef die Vorgänge anders dar.
13 Menschen verletzt, acht denkmalgeschützte Häuser schwer beschädigt - und der Schaden geht in Millionenhöhe: Zwei Tage nach dem verheerenden Feuer in der historischen Coburger Altstadt rätseln die Ermittler noch immer, wie es zu dem Brand kam.
"Wir Deutsche stehen an eurer Seite" - unter diesem Motto steht die Reise von Joachim Gauck nach Israel. Mit seinem ersten Staatsbesuch seit seiner Amtsübernahme will der Bundespräsident das Land in schwierigen Zeiten unterstützen. Eine einfache Reise allerdings wird es nicht, weder privat noch politisch.
"Ich bin persönlich schockiert und entsetzt": Kofi Annan, der Syrien-Sonderbeauftragte der UN, ist nach dem Massaker von Hula kurzfristig nach Damaskus gereist. Dort will er am Dienstag Präsident Assad treffen und mit ihm über ein Ende der Gewalt reden. Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat das syrische Regime für den Angriff verantwortlich gemacht und die Tötungen verurteilt.
Wer einmal dabei ist, kann drehen, was er will: Das größte Problem im Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Cannes war, dass sich das Festival in einen eingeschworenen Club verwandelt - mit viel zu wenig Neuzugängen. Herausgekommen ist ein zu absehbarer Wettbewerb mit zu vielen schwachen Stücken.