Welche Musik ist gerade angesagt? Hier gibt's die aktuellen Top 10 Charts für den Monat Juni
Der ADAC baut seine Kooperation mit der Ganske-Tochter Travel House Media (THM) weiter aus: Zum 1.September übernimmt THM die redaktionelle Betreuung des ADAC Reiseführerprogramms. Bislang sind die Hamburger als Vertriebsdienstleister für die Verlagssparte des Automobilclubs tätig.
Der ADAC Verlag will sich künftig verstärkt auf sein Mitgliedermagazin, die ADAC Motorwelt, das Reisemagazin, den Campingführer sowie weiteren gedruckten und digitialen Freizeitführer konzentrieren. "Wir sind der Überzeugung, dass der Ausbau der bisherigen vertrieblichen Zusammenarbeit mit THM zu einer strategischen Kooperation richtig und notwendig ist.", so der Geschäftsführer des ADAC Verlags Carsten C. Hübner. "Damit ist die erfolgreiche Weiterentwicklung der ADAC Reiseführer-Reihen auf lange Sicht gesichert – sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form."
[mehr]
Obwohl er derzeit wohl Obamas Staatsfeind Nr. 1 ist, traute sich Prism-Whistleblower Edward Snowden vergangenen Montag zumindest virtuell in die Öffentlichkeit. Im Live-Interview mit dem Guardian beantwortete der Amerikaner Fragen und kündigte u.a. an, noch mehr Informationen öffentlich machen zu wollen. In der Zwischenzeit gaben Apple und Yahoo bekannt, wie viele Anfragen sie vom Geheimdienst NSA erhalten haben. In Berlin wollen Piraten und Digitale Gesellschaft protestieren.
Bisher bestreiten die Konzerne, dass der Geheimdienst direkten Zugriff auf die Unternehmensserver gehabt habe. Eine bereits veröffentliche Präsentation beweist allerdings, dass von einem "Vollzugriff" gesprochen werden kann. In einem Live-Interview mit dem Guardian verkündete Ex-CIA-Mitarbeiter und Prism-Whistleblower Edward Snowden, dass er weitere Informationen zum Spionage-Skandal der USA veröffentlichen werde und rechtfertigte sein Handeln. Der US-Kongress habe verbündete Länder, ohne zuvor um Erlaubnis zu bitten, ausspioniert und beeinflusse das Leben von Millionen von Menschen, zitiert Spiegel Online den Amerikaner. Die US-Regierung übertreibe mit ihrer Angst vor dem Terror, so Snowden. In den Vereinigten Staaten gebe es mehr Tote durch Stürze in der Badewanne oder durch Polizeieinsätze als durch Terroristen. "Trotzdem wird von uns verlangt, unsere heiligsten Rechte aufzugeben." Derzeit befindet sich Snowden in Hongkong. Die Reaktionen der Vereinigten Staaten hätten ihm gezeigt, dass er dort keinen fairen Prozess zu erwarten habe. Gleichzeitig bestreitet der Ex-Geheimdienstler aufgekommene Vorwürfe, dass er der chinesischen Regierung Informationen zugesteckt habe, um dort Asyl gewährt zu bekommen. Snowden forderte im Interview die US-Regierung dazu auf, Kontrollgremien einzuführen, die die Spionage überwachen sollen. Ebenso müsste die Arbeit des Präsidenten nach seinem Ausscheiden aus dem Amt auf den Prüfstand. Am Dienstagabend wird Präsident Obama zum Deutschlandbesuch in Berlin landen. Bundeskanzlerin Merkel hat im Voraus angekündigt, dass sie umfängliche Aufklärung vom US-Präsidenten im Fall Prism erwarte. Am Mittwoch soll er vor 4000 geladenen Gästen vor dem Brandenburger Tor sprechen. Im Internet wurde bereits zur Demonstration aufgerufen. Die Piraten rufen für den Mittwoch um 15 Uhr zu einer Demo auf der Straße des 17. Juni auf - zeitgleich zur Obama-Rede einen knappen Kilometer entfernt. Am Dienstag um 13 Uhr organisiert die Digitale Gesellschaft eine Kundgebung unter dem Motto "Yes, we scan" am Checkpoint Charlie. Prism Teil eines großen Spionageapparates Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, handele es sich bei der Spähsoftware nur um einen kleinen Teil, eines viel größeren Abhörapparates. Mit Prism konnte der Amerikanische Geheimdienst NSA Internetknotenpunkte anzapfen, Daten in großem Stile kopieren und sie für "Analysezwecke weiterleiten". Das Programm hat Telefongespräche gespeichert, den E-Mailverkehr und soziale Netzwerke überwacht – auch national, was eigentlich strengstens untersagt ist. Doch Prism, so AP, sei nur ein bisheriges Endprodukt einer ganzen Reihe von Abhörskandälen. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 erteilte der damalige US-Präsident George W. Bush seinen Leuten vom Geheimdienst die Erlaubnis, sich Zugang zu Glasfaserkabeln, also zum Internet, zu verschaffen. Der Grundstein für ein weltweites Abhören war gelegt. Wie Spiegel Online zusammenfasst, berichtete im Jahr 2005 erstmals die New York Times über die Abhör-Aktionen der NSA. Ein Jahr später kam heraus, dass die NSA über eigene Server verfüge, auf die der Datenverkehr abgezweigt worden sei. Wiederum ein Jahr später, 2007, stoppte die Regierung die Telefonüberwachung, sprach sich allerdings neue Befugnisse zu. Nach einer Anhörung vor einem Geheimgericht verabschiedete der US-Kongress das Gesetz – das Ergebnis: Prism, das - wie bisher bekannt – seit 2006 Telefondaten und später Online-Daten speichert. Inzwischen haben mehrere US-Internet-Konzerne die Anzahl von Anfragen des Geheimdienstes bezüglich Nutzerdaten veröffentlicht. Erst Sonntag gab Apple bekannt, dass im vergangenen halben Jahr bis zu 5000 Anfragen eingegangen seien. Und auch Yahoo hat am Dienstag bekannt gegeben, dass durch Regierungsanfragen zwischen 12.000 und 13.000 Konten betroffen waren.
[mehr]
Die Demonstrationen griechischer Journalisten scheinen Wirkung gezeigt zu haben: Das Gericht hat die Schließung der öffentlich-rechtlichen Anstalt ERT vorerst aufgehoben. Bis über eine Neuordnung des staatlichen Rundfunks entschieden wird, sollen die angeschlossenen Sender wieder on air gehen. Die Gewerkschaft der ERT-Angestellten hatte in einem Eilantrag den Weiterbetrieb gefordert.
Die Wiederaufnahme des Betriebs wurde durch eine einstweilige Verfügung des höchsten griechischen Verwaltungsgericht erlassen und ist zumindest ein Teilsieg für die rund 2600 betroffenen Mitarbeiter. Am vergangenen Dienstag ließ die griechische Regierung den staatlichen Rundfunk aus Kostengründen abschalten. Zahlreiche Journalisten sind daraufhin in einen solidarischen Streik getreten, um gegen die Schließung zu demonstrieren – mit Erfolg: Um seine Koalition zu retten, soll sich nun auch Ministerpräsident Antonis Samaras, der die Schließung im Vorfeld veranlasst hatte, für einen vorübergehenden Weiterbetrieb der Rundfunkanstalt ausgesprochen haben.
[mehr]
Am Rande ihrer Jahrestagung hat das Netzwerk Recherche e.V. einen neuen Vorstand gewählt: Mit der Wahl von Julia Stein zur zweiten Vorsitzenden wurde erstmals eine Frau in diese Position gewählt. Renate Daum, bisher Beisitzerin im Vorstand, wurde zur neuen Schriftführerin ernannt. Wiedergewählt wurden Oliver Schröm als Vorstandsvorsitzender und David Schraven als Schatzmeister.
Der bisherige Zweite Vorsitzende Markus Grill trat diesmal für einen Beisitzerposten an und wurde für diesen auch gewählt. Ebenfalls Beisitzer wurde der Filmemacher und Buchautor Egmont R. Koch, der - wie in seiner bisherigen Funktion als kooptiertes Vorstandsmitglied - für die Recherchestipendien des Vereins zuständig bleibt. In Beisitzer-Position wiedergewählt wurden Gert Monheim, ehemaliger Journalist für "die Story" des WDR, und SZ-Journalist Bernd Kastner. Alexander Richter und Marcus Frenzel stellten sich nicht mehr zur Wahl. Julia Stein arbeitet seit 2013 als Leiterin des Teams Recherche beim NDR Fernsehen und war in dieser Funktion auch an den Recherchearbeiten und der Auswertung der Offshore-Leaks-Daten beteiligt. Zuvor arbeitete sie als Redaktionsleiterin beim Medienmagazin "Zapp" und als Politik-Redakteurin beim "Hamburg Journal". Egmont R. Koch ist freier Filmemacher und Buchautor. Bekannt wurde er 1978 durch den Bestseller "Seveso ist überall" (zusammen mit Fritz Vahrenholt), zu dem auch ein Film entstand. Sein ZDF-Film über illegale Waffenexporte in den Irak wurde mit dem Grand Prix des Internationalen Film- und Fernsehfestivals in Hiroshima ausgezeichnet. Die ARD-Dokumentation "die story: Wagners Geständnis" wurde ebenfalls mit internationalen Preisen bedacht.
[mehr]
In der ARD-Mediathek gehört die Amazon-Doku „Ausgeliefert“ zu den erfolgreichsten Stücken überhaupt. Mehrere Einstweilige Verfügungen und andere juristische Geplänkel sorgten dafür, dass der Hessische Rundfunk die Reportage allerdings umschneiden musste. Durch die jüngsten juristischen Erfolge kann der Sender die Dokumentation allerdings jetzt wieder in der Originalfassung zeigen.
###YOUTUBEVIDEO###
Deshalb war auch eine der ersten Amtshandlungen der Senderverantwortlichen nach dem Urteil des Hamburger Landgericht den kompletten Film wieder bei YouTube hochzustellen. „Das Landgericht Hamburg hat die einstweilige Verfügung vom 19. März aufgehoben. Damit ist der damalige Amazon-Dienstleister CoCo Job Touristik im Widerspruchsverfahren gescheitert, die Meinungsäußerung von zwei Zeugen, die sich im Jahr 2011 an den hr gewandt hatten, zu verbieten“, schreibt der Sender in seinem YouTube-Profil.
Die beliebten Kino-Charaktere aus Shrek, Madagascar und Kung Fu Panda könnten bald ihr Streaming-Debüt feiern: Der Streaminganbieter Netflix hat am Montag eine Kooperation mit den Animationsexperten von Dreamworks bekanntgegeben. Neben einem umfangreichen Inhaltepaket sind auch eigene Shows geplant.
Ohne genaue Zahlen zu nennen, spricht man bei Netflix vom größten "original first-run content"-Deal in der Firmengeschichte. Das Abkommen beinhaltet, dass Netflix-Kunden neue Dremworks-Formate exklusiv zuerst zeigen darf. Ingesamt 300 Stunden neuer Shows aus den Animationsstudios bekommen Kunden demnach künftig zu sehen. Nutzer in den USA und Lateinamerika haben 2014 Zugriff auf "The Croods", der aktuell in den Kinos läuft. Zusätzlich liefert Netflix Comic-Klassiker wie Archie, Dudley Do-Right, Felix the Cat und Mr. Magoo auf aus.
###YOUTUBEVIDEO###
Bereits im Februar gaben beide Unternehmen die Zusammenarbeit an "Turbo" bekannt. Der Kinofilm kommt am 17. Juli in die Kinos. Im Anschluss zeigt Netflix ab Dezember die Serie "Turbo F.A.S.T.", die die Geschichte weitererzählt. Damit macht der Streamingdienst den etablierten TV-Sendern einmal mehr Konkurrenz. Mit der hochkarätigen Polit-Serie "House of Cards" mit Kevin Spacey in der Hauptrolle konnte das Unternehmen bereits einen Achtungserfolg erzielen.
Diese Meldung dürfte DHL, UPS & Co. nicht freuen: Wie die Welt berichtet arbeitet Amazon möglicherweise an einem eigenen Paketdienst. Allein die Masse der eigenen Pakete, die der US-Konzern täglich verschickt, reicht offenbar, um ein eigenes Unternehmen erfolgreich zu etablieren. Ein hauseigener Lieferservice bringt offenbar, vor allem im Hinblick auf die Amazon-Pläne in den Lebensmittelhandel einzusteigen, erhebliche Vorteile.
Laut den Welt-Recherchen transportiert Amazon hierzulande rund eine halbe Million Pakete. Damit ist das US-Unternehmen für die meisten Logistik-Firmen der größte Geschäftskunde. Die Folge: der Online-Shop kann aus einer sehr starken Position heraus seine Bedingungen diktieren.
"Die Mengen reichen bei Amazon in jedem Fall aus, um einen eigenen Paketdienst aufzumachen", zitiert die Welt Rico Back, Vorstandschef von General Logistics Systems. Abgesehen davon, dass die Masse ausreicht, um ein eigenen Dienstleister aufzubauen, brauchen die Amerikaner eine eigene Vertriebsflotte, um ihre ehrgeizigen Lebensmittelpläne in die Tat umzusetzen.
Zur Zeit läuft der Testbetrieb für den Online-Verkauf und die sofortige Offline-Lieferung von Gemüse, Fleisch & Co. beispielsweise bereits in San Francisco. Der Versender bringt die Lebensmittel dort innerhalb von 1,5 Stunden zum Kunden. Mit einer Vielzahl externer Partner-Firmen ließe sich so etwas wohl kaum im großen Stil organisieren.
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert in den nächsten Tarifverhandlungen sechs Prozent mehr Gehalt für die rund 9.000 Redakteurinnen und Redakteure, die für Zeitschriften tätig sind. Darauf hat sich am Montag der DJV-Vorstand zur "Großen Tarifkommission" geeinigt. Die Zeitungsverleger sollen zügig in die Tarifverhandlungen miteinsteigen.
"Über viele Jahre hinweg haben die Kolleginnen und Kollegen in den Zeitschriftenredaktionen Zurückhaltung bei den Gehaltsabschlüssen geübt, die unter der Inflationsrate lagen. Für die kommenden Tarifverhandlungen muss klar sein, dass die Abwärtsspirale der Einkommensentwicklung ein Ende hat", sagt DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. Deshalb werde der Verband den bestehenden Gehaltstarifvertrag für die Zeitschriftenredakteure fristgerecht zum 30. September kündigen. Insgesamt werden sich der Journalistenverband und die Verleger bis Ende des Jahres an gleich drei Verhandlungstischen wiedertreffen: Im April dieses Jahres kündigte der DJV bereits die Verträge für Redakteurinnen und Redakteure bei Tageszeitungen, für die er ebenfalls eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent fordert. Vergangenen Freitag wiederum hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) angekündigt, die Manteltarifverträge für Redakteure aufzulösen, um unter anderem über neue Urlaubskonditionen zu verhandeln.
[mehr]
Baustopp für Tine Wittler: Die Moderatorin des Umbau-Formats "Einsatz in vier Wänden" bestätigte auf ihrer Facebook-Seite Berichte, wonach ihre Sendung abgesetzt wird. Am Freitag wurde nach zehn Jahren die letzte Folge der Serie abgedreht.
Wann RTL die letzte Folge von "Einsatz in vier Wänden" ausstrahlt, ist noch nicht bekannt. Am Aus nach rund einem Jahrzehnt dürften die zuletzt mageren Quoten schuld sein. Mit einem Markanteil unter zehn Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen während der letzten Folgen lag die Dokusoap unter dem Senderdurchschnitt. Gestartet als Vormittagsformat folgten schließlich Spezialausgaben, die RTL zur Primetime brachte. Auch wenn "Einsatz in vier Wänden - Spezial" abgesetzt wird, wollen die Kölner mit Wittler weiterarbeiten. Laut Bild am Sonntag würden momentan neue Formate entwickelt. Zwei geplante "Spezial"-Folgen nahm RTL allerdings schon aus dem Programm. Als Ersatz bringen die Kölner "Die 10" und "Wir retten Ihren Urlaub! Einsatz für den RTL-Ferienreporter".
[mehr]
Käufer einer Bild-Zeitung erhalten ab sofort einen Tagespass für den freien Zugang zu Bild Plus-Inhalten auf bild.de. Mit einem individuellen siebenstelligen Code können Leser die Bezahl-Inhalte abrufen. Am heutigen Montag sind die Tagespässe allerdings nur in den Ausgaben von Bild Hamburg und Schleswig-Holstein zu finden.
Die restlichen Regionalausgaben sollen bis zum 8. Juli nachziehen, so der Verlag. Die Codes befinden sich fortan täglich auf Seite drei der Print-Ausgaben. "Mit einem speziellen Verfahren wird in jede Zeitung ein anderer Code gedruckt", erklärt Bild. Springer hat 33 Druckmaschinen mit einer "Hochleistungs-Inkjet-Technologie" ausgestattet, um den Code in die Zeitung zu bekommen. Am 10. Juni startete die Bild-Zeitung ihr neues Abo-Angebot Bild Plus. Seitdem sind bestimmte Inhalte auf bild.de kostenpflichtig.
[mehr]
Tom Buhrow tritt sein Amt als WDR-Intendant am 1. Juli 2013 an. Das gab die Landesrunkfunkanstalt am Sonntag bekannt. Der Rundfunkrat hatte ihn am 29. Mai in Köln gewählt. Buhrow moderiert an diesem Sonntag um 23.25 Uhr zum letzten Mal die "Tagesthemen" im Ersten.
Der Rundfunkrat des Senders wählte Buhrow mit großer Mehrheit bereits im ersten Wahlgang. Er setzte sich gegen Jan Metzger und Stefan Kürten durch. Mit Buhrow kommt nach dem WDR-Idol Fritz Pleitgen wieder ein bekanntes TV-Gesicht an die Spitze des Hauses. Von den 47 anwesenden Rundfunkräten gaben 41 ihre Stimme an Buhrow. Metzger bekam vier Stimmen, Stefan Kürten zwei. Buhrow ist für sechs Jahre gewählt.
[mehr]
Warten auf die Abfindung: 20 ehemalige Redakteure der Frankfurter Rundschau, die bereits 2011 und 2012 einen Abwicklungsvertrag unterschrieben hatten, wollen ihre Abfindungen haben. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.
Damals sei eine Auszahlung zu Anfang 2013 vereinbart worden. Dazwischen kam dann die Insolvenz der FR. Laut einem Anwalt, der die Kläger vertritt, seien die Redakteure davon ausgegangen, ihre Abfindungen seien auch im Fall einer Insolvenz sicher.
Der Verlag erklärte dazu, man sei bereit gewesen, die Abfindungsbeträge auszuzahlen, die sich auf einem Treuhandkonto befänden. Allerdings benötige man die Zustimmung des FR-Insolvenzverwalters. Der habe ein Konto bei der Sparkasse Köln-Bonn bislang noch nicht freigegeben, auf dem sich laut Spiegel eine Teilsumme befinde.
Nachdem ein erster Termin gescheitert war, soll das Gericht nun im September über die Abfindungen entscheiden. "Es hieß stets, Alfred Neven DuMont stehe persönlich dafür gerade", erklärt Ver.di-Jurist Thomas Hess gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Der Verlag dementiert, dass jemals eine solche Aussage gemacht worden sei.
Mehr als 30 Millionen Euro will der Norddeutsche Rundfunk bis 2016 einsparen. Das berichtet Kai-Hinrich Renner in seiner Medienkolumne im Hamburger Abendblatt. Gründe hierfür seien der Tarifabschluss sowie Rückstellungen und Verluste bei der NDR-Tochter Studio Hamburg.
Auf Stellenkürzungen will man beim NDR verzichten, allerdings sind dafür auch keine Gehaltserhöhungen geplant. Am meisten wird beim TV-Programm gespart. So berichtet Renner, dass der NDR hier künftig auf sechs Millionen Euro verzichten muss. 500.000 Euro gibt es bei den Radiosendern weniger. Aber auch bei Produktion und Verwaltungen wird ordentlich gekürzt. Auch die Intendanz bekommt künftig weniger.
[mehr]
Angeblich sind schlechte Verkaufszahlen schuld: In seiner Medienkolumne im Hamburger Abendblatt berichtet Kai-Hinrich Renner über Umpositionierungspläne beim deutschen Ableger des Lifestyle-Magazins Interview, der seit Februar 2012 auf dem Markt ist. Die neue Chefredakteurin Lisa Feldmann soll aus dem Heft ein Frauenmagazin machen.
Geplant sei eine zu 80 Prozent weibliche Leserschaft, bestätigt eine Sprecherin. Für die männliche Klientel sei ein Special im Herbst geplant. Renner präsentiert Grosso-Zahlen, nach denen das Blatt des russischen Milliardärs Vladislav Doronin und des Ex-Vanity-Fair-Machers Bernd Runge nur rund 6000 Exemplare pro Ausgabe absetzt. Laut einer Sprecherin würde das Heft allerdings zwischen 55.000 und 60.000 Mal verkauft.
[mehr]
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat in Berlin den Manteltarifvertrag für Redakteure gekündigt. Das teilt der BDZV in seiner Pressemitteilung mit. Der Vetrag endet demnach am 31.Dezember 2013.
Laut BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallfraf müsse das oberstes Ziel von Verlegern und Journalistengewerkschaften sein den Flächentarifvertrag zu erhalten. Das sei jedoch nur möglich, wenn sich der strukturelle Wandel sowie die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen in der Zeitungsindustrie in den Tarifverträgen widerspiegele. "Wir wollen mit den Journalistengewerkschaften gemeinsam ein Tarifwerk entwickeln, das in die Zukunft weist.", so Wallfraf. "Wir leben und arbeiten in neuen Zeiten, deshalb müssen wir auch in der Tarifpolitik neue Wege gehen." Dabei gehe es, laut dem Verhandlungsführer, nicht um einen Abbau, sondern um einen Umbau und eine Anpassung an die Regeln in einem veränderten Medienmarkt.
[mehr]
Die Finanzinvestoren EQT und GIC bringen Springer Science + Business an die Börse. Die Papiere des Wissenschaftsverlag sollen ab Anfang Juli an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Das berichtet die ARD Börse. Mit dem Börsengang hoffen die Gesellschafter auf frisches Kapital in Höhe von rund 760 Millionen Euro. Mit den Einnahmen sollen vor allem die Verbindlichkeiten von geschätzt 1,7 Milliarden Euro abgebaut werden.
Wie die boerse.ard.de berichtet, wollen die Eigner weiterhin am Geschäft beteiligt bleiben. Rund ein Drittel des Unternehmens soll in Streubesitz übergehen. Der Rest bleibt offenbar in den Händen von EQT und GIC. Seit Anfang des neuen Jahrtausends haben sich die Besitzverhältnisse am Unternehmen immer wieder geändert. Zwischen 1999 und 2003 gehörte der zweitgrößte Wissenschaftsfachverlag noch zum Medienkonzern Bertelsmann, der ihn an Cincen und Candover abtrat, um damals selbst einen Börsengang zu umgehen.
[mehr]
Mehr Infotainment am Tag des Herrn: Ab November produziert RTL unter dem Arbeitstitel "Unser Sonntag" ein neues Live-Magazin. Die Sendung richtet sich an die ganze Familie und soll mit aktuellen sowie unterhaltsamen Themen bestückt werden. Auch bei den wochentägigen Magazinen am Vormittag sind Veränderungen geplant.
"Mit dem erweiterten, homogenen Angebot am Morgen und dem neuen Live-Format am Sonntagmittag ist RTL künftig in Sachen Information noch breiter aufgestellt.", so der Geschäftsführer von infoNetwork Michael Wulf. Moderator der zweistündigen Life-Sendung "Unser Sonntag" ist Wolfram Kons, den man auch schon von "Punkt 9" kennt. Der Sendeplatz ist Sonntag von 12 Uhr bis 14 Uhr angesetzt. An den Formel 1 – Nachmittagen bleibt das Magazin einstündig. Doch auch die Life-Magazine am Vormittag werden umstrukturiert: Ab September sollen "Punkt 6" und "Punkt 9" zu einer zweieinhalbstündigen Sendung zusammengefasst werden. Das neue Frühmagazin wird dann wochentags von 6 Uhr bis 8.30 Uhr ausgestrahlt.
[mehr]
Josephine Witt ist derzeit wohl eine der bekanntesten unter den Femen-Aktivistinnen: Die Philosophie-Studentin aus Hamburg zog sich vor dem Justizpalast in Tunesien aus und präsentierte ihre Forderung "Breast Feed Revoloution!", wie gewohnt, auf dem nackten Oberkörper. Die Konsequenz: vier Monate und einen Tag Haft wegen "unzüchtigen Verhaltens". In der Zeit Campus Ausgabe vom 18. Juni erscheint nun ein Interview mit der 19-jährigen Aktivistin.
Noch vor ihrer Inhaftierung in Tunesien sprach Witt mit Zeit Campus über ihre politischen Überzeugungen und die Frage, warum sie sich dafür blank zieht: "Etwas muss man der Öffentlichkeit geben, wenn man eine Botschaft verbreiten will" Bei uns ist es der Körper. Wir benutzen ihn als Waffe für unseren Protest", so die Antwort. Einen Widerspruch oben ohne für Frauenrechte zu protestieren, sieht die Aktivistin allerdings nicht. Vielmehr würde dadurch die Kontrolle über den eigenen Körper unterstrichen werden. Im weiteren Verlauf erzählt Witt von ihrem ersten Einsatz, ihren Erfolgen, ihre Motivation und ihren politischen Zielen. Fraglich ist jedoch, ob diese nach ihrer Haft noch die gleichen sind.
[mehr]
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung tritt noch fester auf die Kostenbremse: Die letzten Korrespondentenbüros der Funke-Zeitung in Brüssel, Paris, London und Washington werden "mittelfristig" dichtgemacht werden. Künftig will sich die Funke Mediengruppe anderen Journalisten-Pools in den Metropolen anschließen.
Die Mediengruppe verspricht ihren Lesern, weiterhin ausländische Berichte, unabhängig von Nachrichtenagenturen und in "gewohnter Autorenqualität" zu liefern. Der Verlag will dafür mit anderen Zeitungen kooperieren oder mit freien Korrespondenten zusammenarbeiten. Dieses Prinzip habe sich für die WAZ bereits bewährt: "Schon seit längerer Zeit wird die agenturunabhängige Berichterstattung aus Peking, Moskau, Tel Aviv, Spanien und Italien, um nur einige Beispiele zu nennen, genauso praktiziert.", betonte der Sprecher der Funke Mediengruppe, Gunther Fessen.
Den betroffenen Auslandskorrespondenten soll, laut Fessen, eine Weiterbeschäftigung ermöglicht werden, "sofern der Wunsch bestehe". Wie das Vorhaben konkret umgesetzt werde, stehe noch nicht fest.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) will in den kommenden Tarifverhandlungen die Konditionen für Journalisten drücken. Die Zahl der Urlaubstage soll auf 30 begrenzt werden. Dies sei ein Standard, "von dem Arbeitnehmer in anderen Branchen träumen", meint Verhandlungsführer Georg Wallraff im Gespräch mit Newsroom.de. "Die goldenen Jahre sind vorbei".
Derzeit gibt es ab dem 55. Lebensjahr noch 34 Tage Urlaub. Nach der Idee des BDZV sollen Gehaltserhöhungen in Zukunft auch nicht mehr mit steigender Anzahl der Berufsjahre vorgenommen werden, sondern nach Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen oder Übernahme von Leitungsfunktionen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert die Vorschläge der Zeitungsvertreter als "untauglich". Ein "Umbau" der Manteltarifverträge für rund 14.000 Redakteure bei Tageszeitungen sei diskutabel, so der DJB. Ein Abbau hingegen nicht. Im Gespräch mit Newsroom.de weist Wallraff darauf hin, dass vor allem Zeitungen in strukturschwachen Regionen niedrige Tarife bräuchten, falls vermieden werden solle, dass immer mehr Verlage ganz von Tarifvereinbarungen zurücktreten.
[mehr]
Bereits seit Februar steht fest: Die Prinovis-Druckerei in Itzehoe wird Ende 2014 dichtgemacht. Geschäftsführung und Gewerkschaft handelten nun einen Sozialplan für die rund 1000 betroffenen Mitarbeiter aus. Demnach sollen die 600 Festangestellten eine Abfindung von 1,25 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhalten.
Neben der Abfindung für die festen Mitarbeiter soll es für die 350 Leiharbeiter eine Transfergesellschaft geben. Außerdem umfasst der Sozialplan Zusatzbeiträge für Kinder und Schwerbehinderte sowie das Angebot zur Weiterbeschäftigung an anderen Prinovis-Standorten. Dem Unternehmen zufolge belaufen sich die Kosten auf einen mittleren-zweistelligen Millionenbetrag. Wie ein Sprecher des Betriebsrates dem NDR mitteilte, kritisierten einige Mitarbeiter, dass der angesetzte Faktor, mit dem die Abfindungen berechnet werden, zu niedrig sei – die meisten Beschäftigten würden den Plan jedoch akzeptieren. Wegen schlechter Ausgangslage und fehlender Perspektiven wurde im Februar das Ende des Itzehoher Standorts beschlossen. Prinovis druckt weiterhin in Ahrensburg, Dresden, Nürnberg und Liverpool.
[mehr]
Bayerns künftiger Superstar Mario Götze verklagt ein Dortmunder Rap-Trio auf 100.000 Euro Schadenersatz. Das berichtet der Kölner Express. Aus Unmut über den Vereinswechsel haben die Musiker namens Kopfnussmusik einige sehr böse Zeilen wie "Geh, verpiss dich, du Drecksratte" auf den Fußballer gereimt.
Im Song "Hast Du jetzt was Du willst?" ziehen die Rüpel nicht nur über den 21-Jährigen Nationalspieler her, sondern auch über Bayern-Keeper Manuel Neuer und weitere Teamkollegen. Eine Unterlassungsklage soll verhindern, dass der Song im Netz in Umlauf gerät. Zudem soll eine geplante Merchandising-Kampagne mit T-Shirts verhindert werden, auf denen eine Götze-Marionette gedruckt sei. Gegenüber dem Kölner Express erklärte Götze-Berater Volker Struth, dass mit diesem "Schmutzsong" Grenzen überschritten seien, gegen die sich der Fußballer zur Wehr setzen müsse. In einer Facebookgruppe (mit rund als 300 Mitgliedern) zeigen sich die Rapper nur wenig reumütig. Im Gegenteil: Das Forum wird genutzt, um zu Spenden aufzurufen, falls Götzes Anwalt weiterhin "sturr" bleibe. Von ihrem Youtube-Kanal hat die Band das Video zum Song aber entfernt.
[mehr]
Doch kein Prozessstopp: Das Oberlandesgericht München hat nun entschieden, dass in der Sache Kirch-Erben gegen die Deutsche Bank weiterhin über die Höhe des Schadenersatzes verhandelt werden darf. Das Geldhaus hatte zuletzt vor dem Bundesgerichtshof Beschwerde eingelegt.
So hatte die Deutsche Bank gefordert, dass der Prozess pausiert, bis die Gutachter über die Höhe der zu zahlenden Summe entschieden hätten. Laut OLG sei es nicht nötig, die Verhandlungen zu pausieren. Im Dezember hatten die Richter die Deutsche Bank zu Schadenersatz verurteilt, jedoch keine Summe genannt. Die Kirch-Erben verlangen zwei Milliarden Euro. Medienunternehmer Leo Kirch hatte zeitlebens die Deutsche Bank für die Insolvenz seiner Firma verantwortlich gemacht. Nun läuft die Verhandlung weiter, bis der BGH über die Sache entscheidet. Wann das geschieht, ist noch unklar.
[mehr]
Oscar-Hits sucht man in der neuen Tele 5 Show "Die schlechtesten Filme aller Zeiten" vergeblich. Oliver Kalkofe und Peter Rütten präsentieren stattdessen an zwölf Freitagen die katastrophalsten Werke der Filmindustrie. Zum Auftakt am 26. Juli stellt das Duo den Tier-Horror "Supershark" vor.
"Gute Filme will jeder zeigen. Aber schlechte? Traut sich nur Tele 5 und da ist man sogar stolz drauf", so Komiker und Moderator der Sendung Oliver Kalkofe. Die Bandbreite der vorgestellten Film-Flops reicht von tierischen Desastern wie "Mega-Prianha" und "Frogs" über Fantasy-Filme wie "Der Thron des Feuers" bis hin zu Hollywood-Stars wie John Travolta in "Battlefield Earth." Im Ambiente einer Berliner Filmkunst-Videothek wollen Kalkofe und Rütten die Filme auseinander nehmen und analysieren in den Werbebreaks die eindrucksvollsten Szenen, Darsteller-Leistungen, Sub-Texte und verstecke Botschaften. Auch während des Trash-Films wollen die beiden durch grafische Hilfen für die nötige Unterhaltung sorgen. Meedia gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das Hai-Drama "Supershark" ###YOUTUBEVIDEO###
[mehr]
Für viele Journalisten gehört das Morning Briefing von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart im elektronischen Postkasten zur Morgen-Routine. In knappen Absätzen geht er durch die – seiner Meinung nach – wichtigsten Themen des Tages - mit besonderem Verwies aufs Handelsblatt. Jetzt bekommt der Düsseldorfer Konkurrenz aus Berlin. Bild.de-Chefredakteur Manfred Hart schreibt seinen Lesern nun auch eine Art Morning Briefing, nennt es aber natürlich anders.
"Heute wichtig" ist das Bild-Briefing überschrieben. Laut Eigenbeschreibung ist die Hart-Post „die spannendste E-Mail des Tages!“. Immerhin ist sie „für alle Leser gratis“ und in „klarer Bild-Sprache“ verfasst. Ziel des Newsletters ist dagegen eben nicht die Unterstützung der Kostenloskultur, sondern möglichst viele Leser für die Bild-Plus-Inhalte zu begeistern. Verweise auf kostenpflichtige Bild-Plus-Inhalte machen den größten Teil von "Heute wichtig" aus.
Bild-Chef Kai Diekmann machte schon einmal via Twitter ordentlich PR für den neuen Letter. Diekmann twitterte zum Start: „Von Gabor Steingart lernen, heißt siegen lernen! Gut gemacht, Manfred Hart!“.
MEEDIA gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt
Burdas Digitalvorstand Stefan Winners wurde in der Hauptversammlung der Tomorrow Focus AG zusätzlich zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens gewählt. Winners löst damit Burda-Verlagschef Paul-Bernhard Kallen ab, der sein Mandat abgegeben hat.
Die Abstimmung war eine Ergänzungswahl, die notwendig geworden war, nachdem der bisherige Aufsichtsratvorsitzende Paul-Bernhard Kallen sowie Aufsichtsratsmitglied Stefan Leberfinger ihre Mandate im April dieses Jahres zum Ablauf der Hauptversammlung niedergelegt hatten. An Kallens Stelle wird zukünftig Dr. Dirk Altenbeck, geschäftsführender Gesellschafter einer Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, neben Winners im Aufsichtsrat sitzen.
[mehr]
Das Medienmagazin Journalist baut seine Online-Redaktionswerkstatt weiter aus: Ab sofort kooperiert die Redaktion mit der Poynter-Journalistenschule und Medienforschungseinrichtung aus Florida. Zwei Mal im Monat sollen fortan übersetzte Texte auf der Website des Medienmagazins erscheinen. Den Auftakt macht die Story "10 Tipps für mehr Kreativität in Redaktionskonferenzen."
"Ich freue mich sehr, unsere Redaktionswerkstatt um Sichtweisen aus den USA ergänzen zu können.", so Journalist-Chefredakteur Matthias Daniel. "Das Poynter-Institut zählt zu den renommiertesten Adressen für die Ausbidung von Journalisten in den USA." Die Texte des Poynter-Instituts stammen aus der Rubrik "How To´s" auf der eigenen Website. Hier findet man, unter anderem, Veröffentlichungen wie "What journalists need to know about Twitter´s expandend lists" und "13 ways to get your journalism project crowfunded."
[mehr]
Die Macher von Dogstoday haben nun auch ein Magazin für Katzenliebhaber entwickelt: Das Pendant Catstoday richtet sich in erster Linie an junge, trendbewusste Katzenhalter und wird von der Ein Herz für Tiere Media GmbH redaktionell betreut.
"Catstoday ist das Lifestyle-Magazin für Katzen-Fans. Wir lassen unsere Leser in großzügigen Bilderwelten schwelgen und bieten ihnen neben den klassischen Ratgeber-Informationen eine große Bandbreite an Lifestyle-Themen mit Promi Geschichten, Shopping-Tipps und spannenden Reportagen zur Mystik der Katze", so die verantwortliche Redakteurin Valerie Augustin. "Durch das moderne Pocket-Format passt Catstoday in jede Handtasche und kann den Leser überall begleiten." Das Magazin startet mit einer Druckauflage von 50.000 Exemplaren. Der Copy-Preis liegt bei 3,50 Euro. Die erste Ausgabe erscheint am 13. Juli und umfasst 144 Seiten.
[mehr]
Die Deutsche Journalisten Union (dju) in der Gewerkschaft ver.di kritisiert die Ablehnung eines Presseauskunftsgesetzes für Bundesbehörden. "Die Bundesregierung hat die Chance verpasst, der Transparenz ihres behördlichen Tuns einen angemessenen rechtlichen Rahmen zu verpassen", so dju-Geschäftsführerin Cornelia Haß.
Die Regierungsmehrheit im Innenausschuss des Deutschen Bundestages lehnte einen Gesetzesentwurf der SPD ab. Das Gesetz sollte es Medien ermöglichen, das Auskunftsrecht von Landesbehörden auch bei Bundesbehörden einfordern zu können. Im Februar hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die in den jeweiligen Landespressegesetzen verankerten Auskunftsansprüche aus formal-rechtlichen Gründen nicht auf Bundesbehörden, wie beispielsweise den Bundesnachrichtendienst, anzuwenden seien. "Das Verhalten der Bundesregierung ist unverständlich und unverantwortlich. Künftig herrscht Rechtsunsicherheit über die Auskunftsansprüche gegenüber den Bundesbehörden. Das ist ein für eine Demokratie nicht akzeptabler Zustand", kritisiert Haß.
[mehr]
Der Termin für das TV-Duell der Kanzlerkandidaten zur Bundestagswahl steht fest: Am 1. September wird Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen den SPD-Kandidaten Peer Steinbrück in Berlin-Adlershof antreten.
Wie gewohnt wird das Duell von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 live übertragen. Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL) sind zum wiederholten Mal mit dabei. Ihren TV-Duell-Einstand geben Anne Will (ARD) und Stefan Raab (P7S1). Die Berufung von Entertainer Raab zum TV-Duell wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert. Aber immerhin hat Raab bei seinem Haussender ProSieben mit "Absolute Mehrheit" mittlerweile auch eine politische Talkshow im Programm. Für die ARD hatte beim TV-Duell zur vergangenen Bundestagswahl noch Frank Plasberg ("Hart aber fair") die Fragen gestellt.
[mehr]
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone ist an einer Übernahme von Kabel Deutschland interessiert. Das bestätigt das Unternehmen in einer Stellungnahme. Ob es zu einem Kauf kommen wird und wie die Konditionen genau aussehen ist noch unklar
Insidern zufolge soll Vodafone bereits im Februar Interesse an dem deutschen Kabelnetzbetreiber gezeigt haben. Als der Plan damals öffentlich wurde, zog der Mobilfunkkonzern jedoch zurück. Nun soll das Angebot doch noch einmal aufgewärmt werden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, sei es bislang jedoch noch zu keinen Verhandlungen gekommen, da Kabel Deutschland der angesetzte Kaufpreis zu niederig sei. Mit einer Übernahme könnte sich Vodafone noch stärker auf dem deutschen Markt etablieren: Kabel Deutschland versorgt, nach eigenen Angaben, rund 8,5 Millionen Kunden mit Fernseh-Internet und Telefonanschlüssen.
[mehr]
Neues Redaktionsteam für das Film-Magazin Screen: Die Redaktionswerft GmbH, ein Schwesterunternehmen von JDB Media, verzichtet künftig auf ein hauseigenes Produktionsteam für das Heft. Die Redaktion, inklusive des Chefredakteurs Ulrich Heldt, verlieren ihre bisherigen Jobs. Produziert wird Screen künftig von einem Redaktionsbüro.
Als Grund für den Umbau nennen die Hamburger eine höhere wirtschaftliche Flexibilität. Da das Magazin nur neun Mal im Jahr erscheint, kann sich der Verlag nun die Redaktionskosten für drei Monate sparen. Dieses Kapital könnte dann möglicherweise wiederum für Werbemaßnahmen investiert werden.
Laut IVW verkaufte Screen im ersten Quartal diesen Jahres 37.140 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein leichtes Plus von 1,68 Prozent. Der Zugewinn resultiert allerdings vor allem aus einem Plus von über 50 Prozent bei den sonstigen Verkäufen. Der Kiosk-Verkauf ging innerhalb von zwölf Monaten um 18,94 Prozent auf 19.216 Exemplare zurück.
100 Tage vor der Bundestagswahl bringt Cicero ein Special zum Wahlkampf heraus. In dem Sonderheft werden die 299 Wahlkreise hinsichtlich Duelle, Themen und Favoriten analysiert und zudem die 25 spannendsten Rennen um die Direktmandate vorgestellt. Erscheinen soll die Sonderausgabe am 14. Juni 2013.
"Wir haben Deutschland gescannt, Wahlkreis für Wahlkreis, weil wir Leidenschaft für Politik wecken, vor allem aber zeigen wollen, dass es nicht nur auf die Erstplatzierten auf den Parteilisten”, so Chefredakteur Christoph Schwennicke. "Wir möchten allen eine Stimme geben, die sich für eine Kandidatur – und sei sie noch so aussichtslos – entschieden haben. Mit dem Cicero-Sonderheft ist jeder Wahlberechtigte in Deutschland gut vorbereitet für die Entscheidung am 22. September." Neben der Wahlkreis-Analyse wenden sich die Autoren in Reportagen und Porträts den Wahlkampfstrategen der Parteien zu und zeigen, mit welchen Themen Politiker punkten können. Außerdem sollen Leser erfahren, was Europa von der Bundestagswahl erwartet und wie Insider am Wahlsonntag schon vor 18 Uhr an die Ergebnisse kommen. Passend zum anstehenden Kanzlerduell lassen die Moderatoren der Sendung von 2005 Hartmut von der Tann und Nikolaus Brender den damaligen TV-Wahlkampf noch einmal Revue passieren.
[mehr]
Brigitte Woman will Frauen dabei helfen, leichter mit ihren Wechseljahren umzugehen und bringt dazu ihre erste Sonderausgabe auf den Markt. Das Gruner + Jahr-Heft liegt ab sofort zum Preis von 6,80 Euro am Kiosk.
Mit dem Titel "Wechseljahre – na und?" will die Brigitte-Redaktion "mit Tabus brechen und den Leserinnen Mut machen, offen mit dem Thema Wechseljahre umzugehen", so der Verlag. Das Magazin solle neue Perspektiven eröffnen und biete zahlreiche Tipps, wie es Frauen gelingen kann, "Körper und Seele in dieser Lebensphase der Veränderungen zu stärken". Brigitte Woman ist als Heft für Frauen ab 40 positioniert. Die regulären Ausgaben erreichen eine Auflage von 235.969 Exemplaren und erscheinen monatlich zum Preis von 3,50 Euro.
[mehr]
Seit März ist Hans-Peter Junker in Personalunion Chefredakteur von View und stellvertretender Chefredakteur des stern. Für seinen ehemaligen Hauptjob als View-Macher erhält er jetzt Unterstützung von Kathrin Kosaca. Die 36-Jährige wird neue Stellvertreterin des Blattmachers.
Kosaca gehörte bereits im Herbst 2005 zum Start-Team des Monatsmagazins. 2007 übernahm sie den Posten der Art Directorin. „Kathrin Kosaca hat mit ihrer hervorragenden Arbeit schon jetzt großen Anteil am Erfolg von VIEW“, kommentiert Junker. „Ich freue mich sehr, dass sie in unserer hoch motivierten und engagierten Redaktion noch mehr Verantwortung übernimmt.“
Im ersten Quartal des Jahres kam View auf einen Gesamtverkauf von 126.107 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein leichtes Minus von 1,94 Prozent.
Bereits zum zehnten Mal traf sich die Hamburger Medienbranche am 7. Juni zum Media Cup. Der Erlös von rund 17.000 Euro geht dieses Jahr an die Stiftung Phöniks, die sich voranging um krebserkrankte Familien kümmert. Das Team von MediaContor/Mille Media konnte den Cup am Ende für sich gewinnen. MEEDIA zeigt die besten Bilder.
[mehr]
Die Zeit eröffnet gleich zwei neue Korrespondentenbüros: Künftig wird die Wochenzeitung mit ihren Korrespondenten Thomas Fischermann und Andrea Böhm in Brasilien und im Libanon vertreten sein. Gleichzeitig werden die Büros in Moskau und Istanbul geschlossen.
Fischermann wird ab August als Auslandskorrespondent aus Rio de Janeiro berichten, während Andrea Böhm ihr neues Büro in Beirut beziehen darf. Aber auch in den anderen Korrespondentenbüros gibt es einige personelle Änderungen: Jan Roß berichtet ab Dezember mit dem Schwerpunkt Indien und Südostasien aus Neu Dehli. Sein Nachfolger in der Position des Außenpolitischen Koordinators besetzt Jörg Lau, der seine Arbeit fortan aus Hamburg erledigt. Michael Thumann, der bislang aus Istanbul berichtet hat, wechselt im Oktober nach Berlin, wo er als außenpolitischer Korrespondent tätig sein wird.
[mehr]
In der Aufwärm-Phase zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hat sich das Fußball-Portal Goal.com ein neues Trikot übergestreift. Ein Relaunch soll die Seite nutzerfreundlicher machen und die Marktposition von Goal.com stärken.
Die wohl auffälligste Neuerung auf Goal.com ist das Logo, das sich der Thematik Fußball angepasst hat. Der bunte Ring ist verschwunden und wurde durch die Skizzierung eines Fußballtores ersetzt. Im Kasten platziert sich nun der Name – neu – in Großbuchstaben. In die obere, rechte Ecke fliegt das Markenzeichen-Logo. Ganz gemäß Sepp Herberger: "Das Runde muss in's Eckige." Ansonsten präsentiert sich die Seite in neuer Farbe, von silber-rot in blau-grün, und mit neuer Schriftart. Die Navigation befindet sich weiterhin horizontal ausgerichtet am Anfang der Seite, wirkt nun allerdings sehr viel prominenter und geordneter. Nach dem Trikotwechsel legt Goal.com mehr Wert auf Artikelbilder, deren Anzahl sich verringert, die Auflösung allerdings erhöht hat. Insgesamt soll das responsive Webdesign die Seite für alle Endgeräte verbraucherfreundlicher gestalten. Ebenfalls profitiere von der Grunderneuerung das breite Portfolio an mobilen Apps und die Social Media-Kanälen des Portals. Für die kommenden Monate kündigt Goal.com weitere Features wie sekundenschnelle Livescores, bildliche Spieldarstellungen, Fantasy Leagues und Tipp-Spiele an. Des Weiteren plane das 2011 von Sportmedienkonzern Perform übernommene Portal Applikationen für Connected TV’s und eine mobile Version für Windows 8 Geräte zu entwickeln. Das Rebranding soll auch auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr vorbereiten. Zum internationalen Turnier sollen alle 36 Lokal-Editionen von Goal.com mit spezifischen Inhalten versorgt werden. Dazu will das Portal während des gesamten Turniers eine besondere redaktionelle Präsenz um alle Spielorte und Teams einrichten, um umfangreichen Informationsfluss bieten zu können. "Wir wissen, dass sich unsere Fans zuverlässige, relevante und aktuelle Inhalte wünschen und unser Ziel ist es, die weltweit größte Premium-Fußballadresse im Web zu sein", meint Ben Warn, Managing Director, Consumer Brands & Portals bei Perform. Goal.com wurde 2011 vom Sportmedienunternehmen Perform übernommen und ist nach eigenen Angaben das weltweit größte und international stärkste Premium-Fußball-Portal. Goal.com beschäftige 500 Journalisten in mehr als 50 Ländern und produziere täglich rund 1000 News pro Tag in über 17 unterschiedlichen Sprachen, für 36 Länder.
[mehr]
Es war eine aufregende Nacht für die Leute von Bild.de. Pünktlich um 23 Uhr am Montagabend zog die Online-Redaktion ihre Paywall hoch – Bild Plus steht. Zum Start der Bezahl-Strategie waren mehr Redaktionsmitglieder anwesend, als in einer Nachtschicht wohl üblich. Wenn Bild ankündigt, nichts Geringeres zu tun, als die "Zukunft" einzuläuten, hat man wohl auch ein gewisses Mitteilungsbedürfnis. Wohl deshalb mutierte die Feier schnell zur Twitter-Sause - getreu nach dem Motto "Dabei sein ist alles".
"Willkommen in der Zukunft", feierte sich die Redaktion über den offiziellen Bild.de-Account. Für die Anwesenden beim Bild Plus Launch konnte es gar nicht Bild genug sein. Damit das auch niemand verpasst, fand die Party zeitgleich auf Twitter statt. "Fühlt sich ein bisschen an, als würde gleich Geschichte geschrieben", twitterte Bild-Volontär Matthias Bannert. Quasi im Live-Ticker hielt er seine Follower mit Bild und Text auf dem Laufenden.
"Sympathisch high" nannte Rhein-Zeitung-Chefredakteur Christian Lindner den Tweet-Marathon des Jungjournalisten. Da erfuhr man, dass "Die rote Lampe!" in der Redaktion Alarm schlug oder das Bier, der "Premium Content", auf’s Anstoßen und die Journalisten auf ihre "Nervennahrung" warteten.
Und die anderen? Die zogen selbstverständlich mit. Unzählige Bilder twitterten die Journalisten - und eines glich dem anderen: Menschen in Redaktionsräumen vor ihren Computern. "Gleich geht’s los mit #bildplus", freute sich Christian Langbehn dazu. "Die ‚Ruhe’ vor #Bild Plus ...“ schrieb Lokal-Redakteurin Miriam Kreke.
Sogar Kai Diekmanns Stellvertreterin Marion Horn, eigentlich eher weniger auf Twitter aktiv, juckte es zur großen Premiere in den Fingern: "GLEICH!!!!!!", platzte es (im übertragenen Sinne) aus ihr heraus. Diekmann selbst war übrigens nicht anwesend bei diesem Ereignis. Der Bild-Chef war in London unterwegs, was ihn aber nicht davon abhielt, sich an der Twitter-Party zu beteiligen. Als Bild Plus dann nach ein paar Klicks scharf gestellt war, gab es auch bei ihm kein Halten mehr.
"Eine neue Ära: Bildplus ist live!", freute sich Diekmann. "Es funktioniert sogar!!!!" setzte er in einem zweiten Tweet hinterher. Und dann? Jetzt war es da. Das große Bild Plus. "Und wir waren dabei", schrieb Redakteur Matthias Kluckert.
Vorbei war die Party, vorbei der Spuk. Noch ein "Gute Nacht"-Tweet von Bannert und Ruhe war im Karton – mehr war dem auch wirklich nicht mehr hinzuzufügen.
Die Schweriner Volkszeitung schließt Ende Februar 2014 die verlagseigene Druckerei. Das teilte der Geschäftsführer des Zeitungsverlages Andreas Gruczek der dpa mit. Ein neuer Standort ist bereits gefunden:Künftig wird die Tageszeitung in Wittenburg gedruckt. Von der Schließung sind 51 Mitarbeiter betroffen, für die nun ein Sozialplan erstellt werden soll.
Das Ende des Betriebes habe, laut Gruczek, wirtschaftliche Gründe, die mit der veralteten Technik zusammenhängen. Für die Druckerei in Wittenburg, die ebenfalls zum Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag gehört, wurden bereits modernere Maschinen gekauft. Die Schweriner Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow zeigt sich unterdessen enttäuscht: "Seit der Übernahme durch den Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag im Jahre 2005 ist der Verlags-und Druckereistandort Schwerin regelrecht ausgeblutet worden.", so Gramkow in der offiziellen Pressemitteilung. "Was mit der Verlagerung und Schließung von Verlagsgeschäftsbereichen nach Flensburg begonnen und mit der Ausgliederung der Mantelredaktion an einen Diensleister längst journalistische Kernbereiche erfasst hat, findet mit der Schließung in Schwerin einen traurigen Höhepunkt."
[mehr]
Während RTL seine Trash-Promis für die Show "Wild Girls auf High Heels" in Namibia stationiert, schläft die Konkurrenz nicht: Auch ProSieben will Promis unter dem Arbeitstitel "Reality Queens am Kilimandscharo" nach Afrika schicken. Mit im Flieger sollen unter anderem Micaela Schäfer und Ex-„GNTM“-Kandidatin Tessa Bergmeier sitzen.
Wie die Bild berichtet, ist das neue ProSieben Format für Ende August geplant und konkurriert somit nur inhaltlich mit der RTL-Variante, die bereits Anfang Juli anlaufen soll. Neben den bereits genannten Kandidatinnen sollen "It-Girl" Nina Kristin, Julia aus der "Redcoon"-Werbekampagne, die "Popstars"-Gewinnerinnen Gabriella De Almeida Rinne und Tialda von Slogteren, das Nackt-Model Bettie Ballhaus und Dieter Bohlens Ex Janina Youssefian mit dabei sein. Das Format zur Sendung kommt ursprünglich aus Holland und ist dort unter dem Namen "Reality-Queens in the Jungle" bekannt. Hier werden die Promis in Zweier-Teams in der Wildnis ausgesetzt und müssen selbst ihren Weg zurück in das "reale" Leben finden. Damit der Zickenkrieg garantiert ist, kann nur einer aus dem Team das Preisgeld gewinnen.
[mehr]
Zuwachs in der obersten Etage des Zeit Magazins: Neben Chefredakteur Christoph Amend und seinem Stellvertreter Matthias Kalle, wird nun auch Tillmann Prüfer Mitglied der Chefredaktion. Der Style Director wird sich künftig um die geplanten digitalen Aktivitäten der Marke sowie um die Mode- und Stil-Konferenz kümmern.
"Mit der Berufung von Tillmann Prüfer in den Kreis der Chefredaktion unterstreichen wir, dass Mode und Stil zu wichtigen Themen unseres Magazins zählen, denen wir uns künftig auch digital ausführlicher widmen werden.", sagt Amend. Tillmann Prüfer ist bereits seit 2007 für das Magazin tätig und verantwortet dort die Bereiche Mode und Design. Zuvor hat der mehrfach ausgezeichnete Journalist als Redakteur bei der Financial Times Deutschland gearbeitet.
[mehr]
Die Verlagsgruppe Rhein-Main (VRM) mit Sitz in Mainz will sich aus der Tarifbindung verabschieden. Das hat Verdi Hessen mitgeteilt. Der Verlag habe bei den Arbeitgeberverbänden eine so genannte OT-Mitgliedschaft beantragt, also "Ohne Tarifbindung".
Die VRM sei der letzte große Zeitungsverlag in Rheinland-Pfalz mit Tarifbindung gewesen, teilte Verdi mit. Betroffen von der Änderung seien auch Mitarbeiter der Wiesbadener Tageszeitungen Kurier und Tagblatt.
Manfred Moos von Verdi Hessen bezeichnete den Schritt als "krassen Vertrauensbruch". Nach Angaben von Verdi will die VRM durch niedrigere Gehälter und längere Arbeitszeiten mindestens 15 Prozent bei den Personalkosten einsparen.
Achim Schulze, Fachbereichsleiter Medien bei Verdi Rheinland-Pfalz sagt: "Es ist aber auch eine Bankrotterklärung für die Zeitungsverleger insgesamt. Mit der Möglichkeit der OT-Mitgliedschaft hat sich der Arbeitgeberverband selber als Sozialpartner verabschiedet und kann sich in Zukunft darauf konzentrieren, Pressebälle zu organisieren."
Die Süddeutsche Zeitung hat Zuwachs im Korrespondenten-Team: Cornelius Pollmer ist bereits seit Anfang Mai für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig. Er besetzt damit die Stelle von Christiane Kohl, die sich künftig auf ein neues Buchprojekt konzentrieren will.
Pollmer hat bereits bei der Süddeutschen Zeitung in München volontiert und war nach seinem VWL-Studium unter anderem als Textchef der Jugendzeitschrift Spiesser tätig. Weitere Stationen waren die Deutsche Journalistenschule sowie die LMU München. In seiner neuen Position als SZ-Korrespondent hat er bislang vor allem über das Hochwasser in Mitteldeutschland berichtet. Der 28-jährige folgt auf Christiane Kohl, die seit 2005 als Korrespondentin gearbeitet hat. Künftig will sie sich ganz ihrer Arbeit als Schriftstellerin widmen. Aktuell wird ihr Buch "Das Zeugenhaus" verfilmt.
[mehr]
Ob das Sommer-Special von "Wetten, dass..?" im nächsten Jahr stattfinden wird, steht noch in den Sternen. Klar ist aber, dass das Konzept der ZDF-Unterhaltungsshow überarbeitet werden soll. Das hat Programm-Chef Norbert Himmler angekündigt.
Gegenüber der WAZ sagt Himmler, dass "es sicher noch einiges zu verbessern" gäbe. "Wir werden die Sommerpause intensiv nutzen, um mit allen Beteiligten an der Sendung zu arbeiten." An welchen Stellen die Verantwortlichen gedenken noch mal Hand anzulegen, ist noch nicht bekannt. Beim diesjährigen Sommer-Special am vergangenen Samstag fuhr das ZDF die mieseste Quote in der Geschichte der Unterhaltungsshow ein. Seit der Moderationspremiere von Markus Lanz im Oktober 2012 hat sich das Publikum halbiert. Die Presse bezeichnete die Mallorca-Episode als den "reinsten Horror" – und auch das Publikum ließ im Netz kein gutes Haar am Sommer-Debakel.
[mehr]
Reporter des ARD-Politmagazins "Report Mainz" sind bei Dreharbeiten in Offenbach angegriffen worden. Das berichtet der SWR in eigener Sache. Bei der Attacke von "offenbar radikalen Islamisten" seien ein Reporter, ein Kameramann sowie ein Kameraassistent verletzt worden.
Der Vorfall habe sich vor der Tauheed-Moschee in der Offenbacher Innenstadt ereignet, während das Team auf den örtlichen Imam für ein Interview gewartet habe. Anlass zum Gespräch seien Hinweise gewesen, dass sich aus dem Umfeld der Moschee eine verdächtige Gruppe junger Muslime gebildet haben soll. Nach Informationen der Reporter hätten sie Pläne verfolgt, in Syrien gegen das Assad-Regime kämpfen zu wollen. Die jungen Männer hätten den Reporter durch Faustschläge an der Schläfe geprellt. Nach Aussagen des Kameraassistenten habe man ihn mit Fäusten und Tritten attackiert. Seine Schädelprellung sei vor Ort notärztlich behandelt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung an der Ausrüstung der Reporter. "Report Mainz" zufolge liege der Redaktion das Videomaterial vor, das den Angriff auf Reporter Eric Beres zeigt. Zu sehen sei, "wie ein Mann in muslimischer Kleidung auf ihn losstürmt und einprügelt". "Solche Attacken sind selbstverständlich absolut inakzeptabel", sagt SWR-Chefredakteur und "Report Mainz"-Moderator Fritz Frey. "Report Mainz wird sich durch die Angriffe nicht davon abbringen lassen, zu recherchieren und zu berichten." Taher Nawaz, der Imam der Moschee, habe sich in einem später geführten Interview mit dem Sender geschockt gezeigt. "Die Gruppe ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten." Er sei von dem "plötzlichen Gewaltsausbruch" selbst überrascht. "Report Mainz" wird am Dienstag, 11. Juni 2013, 21:45 Uhr, im Ersten über die Recherchen und den Angriff auf das Kamerateam berichten, kündigt der SWR an.
[mehr]
Grazia-Chefredakteurin Claudia ten Hoevel erweitert ihre Chefredaktion und beruft Mitte Juni Sarah Lau zu ihrer Stellvertreterin und ernennt zeitgleich Kerstin Moeser zum Mitglied der Chefredaktion. Die bisherige Stellvertreterin von ten Hovel, Christina Gath, verlässt die Frauenzeitschrift.
"Mit ihnen gewinnen wir zwei hervorragende Journalistinnen, die unsere Kompetenzen in den Bereichen Fashion und Livestyle weiter stärken werden", sagt ten Hoevel. Lau schrieb als Filmredakteurin bei der Gala und arbeitete zeitweise als New York-Korrespondentin. Letztlich kam die 37-Jährige für die Stelle als Ressortleiterin Stars and Stories/Society für Gala zurück nach Hamburg. Moeser war stellvertretende Chefredakteurin beim erst kürzlich eingestellten Magazin Flair und leitete zuvor das Ressort Beauty der Brigitte. Die 35-Jährige schrieb allerdings auch als Autorin für die Gruner + Jahr-Blätter stern und Financial Times Deutschland sowie für Springers Welt am Sonntag. Ten Hoevel erweiterte bereits zu Beginn des Jahres ihre Chefredaktion um Angela Meier-Jakobsen (Leitung Text - Textchef ist Dennis Kayser) und holte mit David Röhr einen neuen Art Director.
[mehr]
Die Linke-Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi hat in seiner Funktion als Rechtsanwalt eine einstweilige Verfügung gegen die Bild-Zeitung und den schleswig-holsteinischen Politiker Wolfgang Kubicki (FDP) erwirkt. Das berichtet die linke Zeitung Neues Deutschland. Bild und Kubicki brachten Geld, um das sich ein Mandant Gysis mit einer Schweizer Bank streitet, in Verbindung mit der früheren DDR-Partei SED.
Öffentlich wurde die Sache mit dem "Goldschatz" als der Milliardär und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer im Sat.1-Polit-Talk Gysi mit dem Thema konfrontierte. Gysi habe ihm, Maschmeyer, einen Brief geschrieben, in dem er ihn um Hilfe für einen Mandanten gebeten habe, der Gold im Wert von 43 Mio. Euro in der Schweiz habe. Am Tag darauf berichtete die Bild über die Sache und brachte den "Goldschatz" mit einem Fall in Verbindung, bei dem Parteigelder der SED in Millionenhöhe verschwunden waren. Für die Bild war das ein gefundenes Fressen ("Ich bin der Gysi-Mandant mit dem Goldschatz"). Auch der FDP-Politiker Kubicki brachte das Geld aus dem Rechtsstreit mit der SED in Verbindung. Gysi ging vor dem Hamburger Landgericht gegen die Berichterstattung und Kubickis Äußerungen vor und erwirkte nun eine einstweilige Verfügung.
[mehr]
Die Lage beim insolventen Suhrkamp-Verlag spitzt sich weiter zu: Mitgesellschafter Hans Barlach spricht im aktuellen Focus von einem "betrügerischen Bankrott", mit dem man versuche, seine Medienholding aus der Gesellschaft auszuschließen.
Zuvor hatte die Geschäftsführung des Verlages ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, durch das kein Geld mehr an die Gesellschafter fließt. Laut Barlach habe sich der Wert des Unternehmens dadurch "erheblich verringert". Wie der Focus weiter berichtet, soll das Siegfried-Unseld-Haus in Frankfurt verkauft werden. Ein drastischer Schritt. Suhrkamp nutzte das Gebäude vor allem zu Repräsentationszwecken etwa während der Buchmesse.
[mehr]
Die Spekulationen um einen neue Beziehung von Ex-Bundespräsident Christian Wulff haben für die Bunte ein juristisches Nachspiel. Wie der Spiegel berichtet, ließ der Politiker per einstweiliger Verfügung verbieten, dass das Blatt ihn mit Sabine S. als mögliche neue Partnerin in Verbindung bringt.
In der letzten Ausgabe brachte die Bunte den Titel "Wer ist die Frau an seiner Seite" und zeigte Wulff bei einem Spaziergang mit der Sabine S.. Desweiteren wählte die Redaktion Wulff und die junge DJane zum Paar der Woche. Diese ließ bereits vor einigen Tagen durch ihr Management erklären, dass sie lediglich mit dem Ex-Bundespräsidenten befreundet sei. Das Gericht verbot laut Spiegel nun die Veröffentlichung der Bilder sowie mehrere Behauptung, nach denen der Anschein erweckt wird, Wulff wirke frisch verliebt.
[mehr]