Kunst hat emanzipatorisches Potenzial, kann kritisch und widerständig sein – ein aufdringlicher Subtext oder Marktkonformität bewirkt aber das Gegenteil des erhofften Effekts. von Verena Krieger [mehr]
Das Europaparlament müsste angesichts der Krise selbstbewusster auftreten. Denn auch weil die Staatschefs kraftlos auf die Probleme reagieren, wächst die Europa-Skepsis. Die Parlamentarier haben eine ganz besondere Legitimation und könnten endlich einmal für die verängstigten Bürger sprechen. von Nik Darlington [mehr]
Es ist einsam um die eiserne Lady Merkel geworden: Das neue Zauberwort heißt Wachstum. Umso dringlicher benötigen wir nun Weisheit und Einsicht, denn die Krise wird zeigen, wes Geistes Kind wir Europäer sind. von Richard Schütze [mehr]
Sie war in Libyen und Afghanistan, fotografiert aber auch Tennismatches in Wimbledon. Anna Polonyi sprach mit der Fotojournalistin Anja Niedringhaus über die Macht von Bildern, ihre Motivation in Krisengebiete zu reisen und Entwicklungen im Journalismus. von Anja Niedringhaus [mehr]
Wer strategische Fehler macht und Innovationsschübe verpennt, stürzt ab. Ebensolche Fehler werden auch jetzt wieder gemacht, wenn es um die Frage nach Spar- oder Ausgabenpolitik geht. von Gunnar Sohn [mehr]
Günter Grass macht sich in seinem neuen Gedicht Sorgen um Europa. Das ist schön. Und weil er von Schande schreibt, ist es an der Zeit für die Erinnerung an ein Gespräch über den Gartenzaun hinweg. von Alexander Wallasch [mehr]
Unter dem Deckmantel der Neutralität werden rechtspopulistische Konventionen salonfähig. von Martin Eiermann [mehr]
Wie sollte Europa mit Flüchtlingen und Einwanderern allgemein umgehen? Es sollte seiner Verantwortung gerecht werden. Und es sollte sich die Rosinen herauspicken. Beides zusammen geht. von Emil Lobe Suenson [mehr]
Die Linke muss sich auf dem Parteitag neu erfinden. Die Parteiführung hat vieles nicht geleistet, was wichtig gewesen wäre. Klaus Ernst agierte eher wie ein Pressesprecher Oskar Lafontaines – der wiederum so viel Zerrissenheit ausgelöst hat. von Bodo Ramelow [mehr]
Der Eurovision Song Contest ist eine Chance für Aserbaidschan. In Sachen Menschenrechte hat sich bisher allerdings trotz Kampagnen wie Sing for Democracy nichts getan. Das könnte sich jedoch ändern, wenn Aserbaidschan in Zukunft weitere globale Veranstaltungen ausrichtet. von Shahin Abbasov [mehr]
Die Neuregelung zur Organspende ist beschlossen, doch die entscheidenden Fragen in der Sache wurden weder diskutiert noch gesetzlich geklärt: Wann ist der Mensch wirklich tot? Hirntote sind nicht tot, sondern sterbende Menschen. Sie können noch Kinder austragen, Männer sind noch zeugungsfähig und vor der Organentnahme zeigen sie Herzrasen und Bluthochdruck.
von Birgit Kelle [mehr]
Während sich Parteichef Bernd Schlömer mit Henry Kissinger traf, spülte ein Strudel der Empörung insbesondere Verschwörungstheorien und professionelle Paranoia an die Oberfläche. von Jennifer Nathalie Pyka [mehr]
Die kleinen Lügen hängt man, die großen lässt man laufen: über den kritischen Konsumenten, x-te Folge. von Stefan Gärtner [mehr]
Mit inhaltlichem Mut, einem klaren Profil für soziale Gerechtigkeit und dem Willen, auch gegen Widerstände zu agieren, gelang es Hannelore Kraft, in NRW zu punkten. Der Gesamtpartei mangelt es an diesen Faktoren. von Sascha Vogt [mehr]
Die Lage in Aserbaidschan ähnelt der im Iran der 1970er-Jahre. Auch der damalige Schah rechnete nicht damit, dass seine Propaganda schnell durchschaut werden würde. Zeit also, dass sich der Westen für mehr als nur das Öl Aserbaidschans interessiert. von Emin Milli [mehr]
Die Piraten sind da. Nicht etwa, weil wir plötzlich alle Computer-Nerds sind. Bei ihrem Siegeszug geht es um viel mehr. von Patrick Spät [mehr]
Er war fast neun Jahre Hamburgs Erster Bürgermeister, entschied sich dann zum Rückzug aus der aktiven Politik. Mit Alexander Görlach sprach Ole von Beust über die Diskussion um die Glaubwürdigkeit von Politik, den damit verbundenen Aufstieg der Piraten und Schwarz-Grün. von Ole von Beust [mehr]
Die Facebook-Aktie startete schlecht. Facebook kommt in der Realität der Börsen an und da zählen vor allem Gewinnerwartungen. Das Netzwerk muss nachziehen, insbesondere im mobilen Bereich. von Michael Beck [mehr]
Die NATO möchte so schnell wie möglich raus aus Afghanistan – dieser Wankelmut ist jedoch ein fatales Signal. von Christian Böhme [mehr]
Die deutsche Opposition leidet unter einer seltsamen Kopflosigkeit. Ein klares Profil geht ohne Persönlichkeiten aber nicht. Wer sich nur mit sich selbst beschäftigt, stiehlt sich aus der Verantwortung – und verlässt sich auf die Kanzlerin. von Sebastian Pfeffer [mehr]
Die Gefahr der Entstehung von zwei Europas abgewendet zu haben, ist Ausdruck einer gelebten neuen europäischen Solidarität. Mehr denn je brauchen wir ein europäisches Wir-Gefühl. von Marek Prawda [mehr]
Die 7. Berlin Biennale wollte gerne politisch sein – statt einer klaren Agenda aber präsentiert man quasi-religiöse Exponate und umarmt Aktivisten von außen im eigenen Haus. Der so propagierte Glaube an „Substanz“ ist vor allem eins: sehr katholisch. von Thomas W. Eller [mehr]
Ägypten hat die Wahl. Zumindest theoretisch. Denn vieles deutet darauf hin, dass die Wahlen nicht frei sein werden. von Matthias Sailer [mehr]
China gründet sein immer noch beispielhaftes Wirtschaftswachstum unter anderem auf gigantische staatliche Investitionen. Staatskapitalismus nennt sich das. Dieses Modell taugt nicht für die Weltwirtschaft. von Stefano Casertano [mehr]
Die Solidaritätsfrage ist falsch gestellt, denn gerade in Zeiten der Krise muss sie lauten: Wie viel Unsolidarität können wir uns eigentlich leisten? Wenn wir diesen Zusammenhang nicht sehen, fühlen sich alle als Verlierer. von Eckart Stratenschulte [mehr]
Sparen gilt als einziges Heilmittel gegen den Anstieg der Schulden. Was während der internationalen Finanzkrise 2009 noch ein sinnvolles wirtschaftspolitisches Mittel war, behindert jedoch heute das europäische Wachstum. von Jérôme Creel [mehr]
Die Thesen des Bestsellerautors Thilo Sarrazin mögen „umstritten“ sein. Unumstritten aber zeigen viele seiner Kritiker, dass sie Demokratie mit Gesinnungsherrschaft verwechseln. von Alexander Kissler [mehr]
Der Eurovision Song Contest feiert in einem Klima der Angst. Und wir singen nicht nur in Baku, sondern spielen auch Eishockey in Minsk und Fußball in Kiew. Es stellt sich die Frage, welche Verantwortung Akteure, Veranstalter und Zuschauer haben. von Wolf-Christian Ulrich [mehr]
In Berlin herrscht offensichtlich Narrenfreiheit: Ob das desaströse Katastrophenmanagement beim Fußballverein Hertha BSC oder bei der Posse um den neuen Flughafen, der nun doch erst 2013 kommt. von Thore Schröder [mehr]
Wo das Auge hinblickt – Listen. Der größten Beliebtheit erfreuen sich die Ranglisten von Reichen. Es ist an der Zeit, diese oft unfreiwillige Zurschaustellung von Vermögen zu hinterfragen. von Ruben Alexander Schuster [mehr]