Möchtest Du mehr von diesem Profil sehen? Dann logge Dich ein oder registriere Dich jetzt!.

Herzlich Willkommen auf meiner Seite im VZ!
Ich trete für die FDP als Direktkandidat im Wahlkreis Aschaffenburg zur Bundestagswahl am 27. September 2009 an. Weitere Informationen über meine politischen Ziele finden Sie auf meiner Homepage.
Mit li(e)beralen Grüßen
Seit 1994 Abteilungsleiter einer Landesbank in Frankfurt mit folgenden Aufgabengebieten:
Freihheits- und Bürgerrechte
Mein grundsätzlicher Schwerpunkt. Der schleichenden Einschränkung unserer Rechte müssen wir viel stärker entgegentreten! Das reicht von Datenschutz über Wahrung der Persönlichkeitsrechte bis zur Gängelung durch Vorschriften!
Innere Sicherheit, Terorrismusgefahr und Wirtschaftskrise werden als Vorwand für immer neue Gesetze mißbraucht. Schade, dass diese Entwicklung z.T. nur noch über das Bundesverfassungsgericht gestoppt werden kann.
Wirtschafts- und Finanzpolitik
Mein fachlicher Schwerpunkt. Langjährige berufliche Erfahrung -auch in der Verbandsarbeit- haben mich darin bestärkt, dass sich der Staat nicht steuernd einmischen soll. Und dazu gehört auch, dass endlich unsere Steuergesetze gründlich renoviert werden müssen, denn nur Transparenz und Einsicht fördern Steuerehrlichkeit und Motivation.
Finanzmarktsteuer als Fehlsteuerung
Anmerkungen zum Leserbrief „Finanzmarktsteuer keine Allzweckwaffe gegen Spekulationen“ von Dr. Andreas Berberich am 21.9.2009, die wegen zeitlicher Nähe zur Bundestagswahl nicht mehr im Main-Echo abgedruckt werden konnten.
"Dr. Berberich stellt sehr anschaulich dar, warum eine Finanzmarktsteuer (früher Börsenumsatzsteuer, abgeleitet aus Tobin-Steuer für Devisengeschäfte) kein geeignetes Mittel zur Reduzierung von Spekulationen ist. Ein Argument möchte ich jedoch noch hinzufügen. Einzelne Länder hatten bereits eine solche Steuer und sie dann wieder abgeschafft (z.B. Schweden nach wenigen Jahren). Denn es hat sich gezeigt und ist mittlerweile auch durch mehrere Studien belegt, daß eine solche Steuer nicht dämpfend auf die Kapitalmärkte wirkt, was ja eigentlich das Ziel sein sollte. Das Gegenteil ist der Fall: Durch eine Finanzmarktsteuer weichen große Anleger auf andere Märkte im Ausland aus, so daß die Liquidität an den Märkten sinkt. Und das führt bekannterweise dazu, daß die Preise sehr viel stärker nach oben und unten ausschlagen. In wirtschaftlicher Fachsprache: Es gibt eine positive Korrelation zwischen Transaktionskosten und Volatilität der Märkte, d.h. diese Steuer würde die Kosten er einzelnen Transaktion erhöhen und damit die Ausgleichsmechanismen am Markt behindern. Eine Finanzmarktsteuer würde also das Gegenteil von dem erreichen, was sie nach Meinung der Befürworter erreichen sollte."
Ehrlichkeit im Wahlkampf - eine Fortsetzung
Lernfähigkeit und Ehrlichkeit gehören offenbar zusammen. Denn daß die grüne Direktkandidatin bei öffentlichen Auftritten immer wieder eine Forderung auftischt, die ich bereits in mehreren Podiumsdiskussionen - übrigens ohne weiteren Widerspruch ihrerseits - widerlegt habe, kann nur einer Stimmungsmache geschuldet sein; andernfalls würde sie doch ihre offenbar fachlich falsche Aussage zumindest nicht mehr wiederholen, wenn schon nicht richtigstellen.
Worum geht es? Frau Scheel kritisiert - im Rahmen der immer wieder gern genommenen, obwohl doch argumentativ wirklich vollständig durchgekauten Kernenergie-Diskussion - die Bildung von hohen Rückstellungen der Kernenergie-Unternehmen und fordert deren Besteuerung. Fast stereotyp weise ich dann darauf hin, daß Rückstellungen Bilanzposten für ungewisse Verbindlichkeiten sind, also keine Sparbüchse, sondern wirtschaftliche Verpflichtungen, die sich in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand niederschlagen. Wie Aufwand versteuert werden soll, ist mir als langjähriger Rechnungswesen-Mann nicht klar. Möglicherweise verwechselt die Kollegin auch Rückstellungen mit Rücklagen? Diese sind nämlich zurückgelegte Überschüsse aus wirtschaftlicher Tätigkeit und somit Teil des Eigenkapitals. Deren Besteuerung ist mitunter komplizierter geregelt, aber immerhin möglich. Erstaunlich ist nur, daß ein solcher Fehler einer ehemaligen finanzpolitischen Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion zu unterlaufen scheint. Ganz abgesehen davon, daß sie zumindest als Mitglied des Verwaltungsrats der KfW den Unterschied kennen sollte, da man ansonsten Zweifel anmelden könnte, ob eine "laufende Überwachung der Geschäftsführung und der Vermögensverwaltung" der KfW gewährleistet werden kann.
Noch ein anderes Beispiel: In der Podiums-Diskussion am letzten Freitag in Alzenau über erneuerbare Energien wurde von Frau Scheel wiederholt die Verläßlichkeit des Gesetzgebers gefordert. Der ausführliche Hinweis von mir (und auch von Hn. Geis), daß die Degression der Subventionierung nur für neu errichtete Anlagen gelte, aber für die Unterstützung von bereits installierten Anlagen natürlich ein Bestandsschutz gelte, wurde von ihr - offenbar bewußt - nicht aufgenommen. Vielmehr wurde - jedenfalls nach dem Verständnis mancher Zuhörer - von ihr der Eindruck zu erwecken versucht, daß z.B. eine schwarz-gelbe Regierung die Förderung auch bestehender Anlagen zusammenstreichen würde. Das verunsicherte manche anwesende Fragesteller, die ja nach der Sicherheit der Förderung für gerade eben neu installierte Photovoltaik-Anlagen gefragt hatten. Ein solches Spiel mit den Ängsten der Bürger widerspricht meiner Vorstellung von transparenter, sachlicher und offener Politik.
Unter Weglassen von Wahlkampfpolemik ist die Situation in der Region (mehrere Beispiele) so:
Unternehmen beschließen, Arbeitsplätze abzubauen oder zu verlagern. Dies kann aus fol-genden Gründen geschehen sein:
Wirtschaftliche Erwägungen
Geschäftspolitische Erwägungen (die oft hinter wirtschaftlichen Argumentationen ver-steckt werden)
Dagegen kann die Politik unmittelbar erst mal nichts unternehmen. Es gibt höchstens diese grundsätzlichen Wege:
Nachweisen, daß die Entscheidung auch betriebswirtschaftlich falsch war, weil
die Qualität der Arbeit und der Mitarbeiter nicht ausreichend gewürdigt und quanti-fiziert wurde (das ist z.B. bei Verlagerungen in den Osten der Fall, was Erfahrun-gen vieler anderer Firmen zeigen)
nicht alle Informationen über wirtschaftliche und strukturelle Möglichkeiten in der Region bekannt und berücksichtigt worden waren
Beides verlangt ein offenes und direktes Gespräch mit den (tatsächlichen) Entschei-dern des Unternehmens, das aber – schon aus verhandlungstaktischen Gründen – auf jeden Fall vertraulich bleiben muß und somit im Wahlkampf kaum zu nutzen ist, wenn tatsächlich etwas erreicht werden soll.
Anbieten von speziellen Unterstützungen durch erleichterte Rahmenbedingungen o.ä.: dies führt meist nur zu Mitnahmeeffekten, so daß ein Abbau resp. Verlagerung höchs-tens zeitlich verzögert wird
Anbieten von organisatorischen Hilfen bei strukturellen Anpassungen/Umbauten: z.B. Umschulungen, Förderungen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Appell zur Überprüfung der Entscheidung, was ohne neue Argumente kaum etwas bewirken dürfte
Flankierende Maßnahmen, die aber i.a für den Einzelfall keine direkten Auswirkungen haben:
Erhaltene Subventionen hier und ggf. am neuen Standort überprüfen
Subventionsregeln der EU nachbessern, um level-playing-field zu erreichen
Aber:
Solidaritätskundgebungen allein mögen psychologisch (und vielleicht auch wahlkampftak-tisch) hilfreich sein, bewegen aber in der Sache i.a. nichts
Der Abbau vorhandener und der Aufbau neuer Arbeitsplätze wegen eines strukturellen Wandels an den relevanten Märkten ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft und sollte politisch auch nicht beeinflußt werden. Dies ist aber bei zahlreichen Fällen in der Region Un-termain augenscheinlich nicht der Fall!
Norbert Geis, CSU, Mitglied des bisherigen Bundestags, bestätigt eindringlich seinen Ruf als extrem konservativ im negativen Sinne. Er bedauert, daß Bayern auf die Verfassungsklage gegen die Stiefkindadoption in homosexuellen Partnerschaften zurückgezogen hat. Es scheint einfach nicht in sein Weltbild zu passen, daß gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein völlig akzeptables und mittlerweile auch akzeptiertes Lebensmodell in der liberalen Gesellschaft darstellen; sein früherer Hinweis zur „Heilbarkeit“ von Homosexualität spricht für sich. Warum muß man Mitbürgern vorschreiben, wie sie zu leben und v.a. wie sie nicht zu leben haben? Besonders interessant ist aber die Geissche Aussage, daß „die Rücknahme wahrscheinlich dem Koalitionspartner FDP geschuldet“ sei. Auch wenn es sicherlich nicht so gedacht war: für dieses Lob möchte ich mich im Namen der Liberalen ausdrücklich bedanken, verbunden mit der Bitte, diese Aussage im Wahlkampf möglichst oft zu wiederholen.
Trotz der innerparteilichen Historie bei der Kandidatenaufstellung habe ich in meinem über 20jährigen Parteileben noch keinen so engagierten Wahlkampf mit einem so prall gefüllten Terminkalender erleben dürfen wie diesen Bundestagswahlkampf am Untermain. Bereits jetzt sei deshalb gerade Niko Verhoefen und Marcus Arlt, natürlich aber besonders auch Karsten Klein gedankt.
Aber ich habe auch noch keinen Wahlkampf erlebt, der von solchem Populismus und sachlicher Unehrlichkeit geprägt ist wie dieser. Ein paar Beispiele gefällig?
FDP-Stammtisch Alzenau
Mittwoch, 23.9.2009, 20 Uhr
"Grüner Baum", Alzenau-Kälberau, Michelbacher Straße
Möglichkeit zur Diskussion mit Helmut Kaltenhauser
Abschlußveranstaltung Bundestagswahlkampf
24.9.2009, 20 Uhr (voraussichtlich)
in Gutsschänke, AB-Schweinheim
Jubiläumsfeier Wellpappe Alzenau
25.9.2009, vormittags
mit Karsten Klein MdL und Helmut Kaltenhauser
Wahlstände Aschaffenburg-Stadt
[(HK) = mit Besuch Helmut Kaltenhauser]
25.9., 6:30-8:00 Uhr, Hauptbahnhof Aschaffenburg
26.9., 9-14 Uhr, in der Herstallstraße (ggü. P&C) (HK)
Wahlstände in Aschaffenburg-Land
Kleinostheim Edeka-Markt: 26.9.
Kleinostheim Nahkauf: 26.9.
Goldbach Rewe-Markt: 26.9. (HK)
Alzenau Marktplatz: 24.9.
Alzenau Edeka-Markt: 26.9. (HK)
Schöllkrippen Edeka-Markt: 24.9., 17-19 Uhr
Großostheim Lidl-Markt (ABer Straße): 26.9., 11-14 Uhr (HK?)
Karlstein, Kahl: ggf. am Wahlsamstag 26.9.
Bundestagswahl
Sonntag, 27.9.2009
Wahlparty
Sonntag, 27.9.2009, ab 18 Uhr
in den Geschäftsräumen von Karsten Klein, Erthalstraße 14, Aschaffenburg